10 March 2026, 10:20

Laserangriff auf Lokführer: Vier Jugendliche blenden Zugführer in Ludwigsburg

Zwei Züge nebeneinander auf einem Bahnhof geparkt mit einer Plattform auf der linken Seite, einige Menschen auf der Plattform und Straßenlaternen, die die Gegend beleuchten.

Laserangriff auf Lokführer: Vier Jugendliche blenden Zugführer in Ludwigsburg

Laserpointer blendet Lokführer am Ludwigsburger Bahnhof – Polizei sucht vier Jugendliche

Am Samstagabend (6. September 2025) wurde ein Zugführer am Bahnhof Ludwigsburg durch einen Laserpointer vorübergehend geblendet. Der Vorfall führte zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr und löste umgehend polizeiliche Ermittlungen aus. Die Behörden fahnden nun nach vier Jugendlichen, die für die gefährliche Tat verantwortlich sein sollen.

Der Angriff ereignete sich, als der Zug sich Plattform 1 näherte. Ein 26-jähriger Lokführer wurde von einem grünen Laserstrahl getroffen, woraufhin er vorübergehend die Sicht verlor. Der Zug kam zum Stehen, doch die Gruppe von vier Personen flüchtete, bevor die Beamten eintrafen.

Augenzeugen konnten zwei der Verdächtigen näher beschreiben: Einer trug eine auffällige Baseballkappe und eine Umhängetasche der Marke Gucci, ein weiterer war in einer schwarzen Jacke mit grellgelben Streifen gekleidet. Zu den beiden übrigen Personen liegen keine besonderen Erkennungsmerkmale vor.

Der Fall reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein. In den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) wurden bundesweit rund 1.200 laserbedingte Störungen im Bahnverkehr registriert. Den Höhepunkt gab es 2023 mit etwa 300 Vorfällen, die von der Deutschen Bahn und der Bundespolizei dokumentiert wurden.

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Die Ermittlungen führt das Bundespolizeiinspektion Stuttgart. Die Beamten rufen Zeugen auf, sich umgehend mit Hinweisen zu melden.

Die Bundespolizei stuft den Vorfall weiterhin als gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ein. Die Ermittler werten derzeit Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen aus, um die Täter zu identifizieren. Personen mit Kenntnissen zum Sachverhalt werden gebeten, sich unverzüglich bei den Behörden zu melden.

Quelle