Landtagswahl 2026: Ravensburg wählt mit neuem System und junger Stimme
Hans-Josef BeckmannLandtagswahl 2026: Ravensburg wählt mit neuem System und junger Stimme
Baden-Württemberg wählt am 8. März 2026 sein 18. Landesparlament – mit zwei historischen Neuerungen. Zum ersten Mal dürfen 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Zudem wird ein neues Zweistimmensystem eingeführt, das die Wahl in Wahlomat und Parteienlisten aufteilt.
Im Wahlkreis Ravensburg (Wahlkreis 69) treten sechs Parteien um die Wahlen 2025 an: Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt Deutschland. Die offizielle Zulassung der Kandidaten erfolgte am 21. Januar 2026. Landesweit finden sich auf den Stimmzetteln neben den großen Parteien wie GRÜNEN, CDU, SPD, FDP, AfD und Die Linke auch kleinere Gruppen wie die KlimalisteBW.
Bei der letzten Wahl 2021 sicherte sich Manfred Lucha (Grüne) mit 33,14 Prozent der Stimmen das Wahlomat. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 65,31 Prozent, wobei 552 Stimmen für ungültig erklärt wurden. Diesmal geben die Wähler zwei Stimmen ab – eine für den Wahlomat im Wahlkreis, eine für die Landesliste einer Partei.
Die Wahl markiert einen Führungswechsel: Der langjährige grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann kandidiert nicht mehr. Der Wahlkreis Ravensburg umfasst Teile des Landkreises Ravensburg und des Bodenseekreises und vereint damit städtische und ländliche Strukturen.
Die Landtagswahl 2026 bringt erweiterte Wahlrechte und ein reformiertes Wahlomat mit sich. Mit Kretschmanns Rückzug ist die Spitzenkandidatur offen – das Ergebnis wird die Zusammensetzung des Landtages für die nächsten fünf Jahre bestimmen.






