Landtagswahl 2026: CDU vorne, doch AfD drängt mit 21 Prozent nach
Gerd BuchholzCDU-Vorsitzender Hagel sieht Alternativen zu den Grünen - Landtagswahl 2026: CDU vorne, doch AfD drängt mit 21 Prozent nach
Eine aktuelle Umfrage von Mitte Oktober zeigt verschobene politische Machtverhältnisse in Baden-Württemberg im Vorfeld der Landtagswahl 2026. Die CDU liegt mit 29 Prozent vorn, doch die rechtspopulistische AfD folgt mit 21 Prozent dichtauf, während die Grünen 20 Prozent halten. Mögliche Koalitionsszenarien bleiben ungewiss – bisher zeichnet sich nur eine klare Mehrheitsoption ab.
Laut Umfrage führt die CDU das Feld an, doch ihr Spitzenkandidat Manuel Hagel sieht sich einem komplexen politischen Umfeld gegenüber. Er deutete an, eine mögliche Koalition mit SPD und FDP könnte denkbar sein, doch die Zahlen zeigen, dass diese "Ampel"-Allianz keine Mehrheit erreichen würde. Die FDP wiederum droht gänzlich an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern, während die Linke mit 7 Prozent erstmals in den Landtag einziehen könnte.
Von den großen Parteien liegt die SPD bei nur 10 Prozent, was kaum Spielraum für eine stabile Regierungsbildung lässt. Hagel betonte, dass Vertrauen der Schlüssel für jede künftige Partnerschaft sei, und signalisierte damit Offenheit über die bestehende schwarz-grüne Koalition hinaus. Doch laut Umfrage bleibt vorerst einzig ein Bündnis aus CDU und Grünen mehrheitsfähig. Hagel schloss nicht aus, die aktuelle Zusammenarbeit mit den Grünen zu beenden, falls sich Alternativen ergäben. Allerdings wurden bisher keine weiteren potenziellen Koalitionspartner genannt, was Raum für Spekulationen über die Strategie der CDU lässt.
Die Umfrage unterstreicht die zersplitterte politische Landschaft in Baden-Württemberg. Ein Bündnis aus CDU und Grünen bleibt vorerst die einzige mehrheitsfähige Option, während andere Konstellationen kaum umsetzbar erscheinen. Mit der AfD auf Platz zwei und der FDP in Gefahr, den Einzug in den Landtag zu verpassen, bleibt der Weg zu einer stabilen Regierung nach 2026 unklar.