23 December 2025, 00:40

Land fördert die Wiederverwendung von Komponenten

Ein Gebäude mit Glasfenstern, ein parkendes Fahrzeug in der Nähe und ein Baum im Vordergrund.

Land fördert die Wiederverwendung von Komponenten

Baden-Württemberg fördert Wiederverwendung von Bauteilen

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  1. Dezember 2025

Schlagwörter: Klimawandel, Umweltwissenschaften, Finanzen, Wirtschaft

Baden-Württemberg hat eine neue Förderinitiative gestartet, um Projekte zu unterstützen, die Baumaterialien wiederverwenden. Das Programm stellt 500.000 Euro bereit, um die erneute Nutzung von Komponenten wie Stahlträgern, Holzbalken und Betonfertigteilen zu fördern. Ziel ist es, CO₂-Emissionen zu reduzieren und Ressourcen im Bausektor zu schonen.

Die Initiative geht auf Forschungsarbeiten des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen sowie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zurück. Im Mittelpunkt stand die Wiederverwendung tragender Holzbauteile und Stahlelemente, woraus ein praxisnaher Leitfaden für Bauherren entstand. Die Veröffentlichung „Leitfaden zur Wiederverwendung tragender Bauteile im Stahl- und Holzbau“ bildet nun die Grundlage für die Förderkriterien.

Geförderte Projekte müssen nachweisbare Ergebnisse vorlegen – etwa wie viel Material sie wiederverwenden und welchen ökologischen Nutzen dies bringt. Vorrang erhalten Vorhaben, die tragende Bauteile erneut einsetzen, da diese den größten Einfluss auf die Nachhaltigkeit haben. Sowohl private Bauherren als auch öffentliche Träger können sich bewerben; die Fristen enden am 31. März 2026 und 30. Juni 2026.

Die Ausschreibung ist Teil einer übergeordneten Strategie: „Bauen im Vertrag und innovatives Bauen“, die Bundesbauministerin Klara Geywitz 2023 ins Leben gerufen hat. Ihr Engagement für Innovationen im Bauwesen prägt diese regionale Maßnahme, die Baupraktiken kreislauffähiger gestalten soll.

Die Förderung ermöglicht ausgewählten Projekten, die praktischen und ökologischen Vorteile der Materialwiederverwendung aufzuzeigen. Erfolgreiche Antragsteller leisten damit einen Beitrag zur Abfallvermeidung und zur Senkung der Emissionen in der Bauindustrie. Die Ergebnisse könnten zudem künftige Richtlinien für nachhaltiges Bauen in ganz Deutschland beeinflussen.