Lada Deutschland schließt endgültig – das Ende einer Ära russischer Autos in Deutschland
Brigitta SchülerLada Deutschland schließt endgültig – das Ende einer Ära russischer Autos in Deutschland
Lada Deutschland GmbH stellt endgültig den Betrieb ein
Die Lada Deutschland GmbH, einst ein wichtiger Akteur für den Import russischer Autos nach Deutschland, hat nun endgültig ihre Tore geschlossen. Das Unternehmen, das in den 1990er-Jahren auch Kia den Einstieg in den deutschen Markt ermöglichte, meldete nach Jahren rückläufiger Verkäufe und zusammenbrechender Lieferketten Insolvenz an.
Die Probleme begannen 2019, als AvtoVAZ die Auslieferung von Lada-Fahrzeugen in die EU einstellte. Der Grund war klar: Die Modelle erfüllten nicht die verschärften Abgasnormen der Euro-6d-TEMP-Stufe. Eine Nachrüstung der Motoren wäre zu kostspielig gewesen – damit endete der offizielle Export.
Nach 2019 verkaufte Lada Deutschland noch vereinzelt Geländewagen vom Typ Niva, doch die Absatzzahlen sanken auf gerade einmal wenige Dutzend Fahrzeuge pro Jahr. Selbst der Versuch, auf chinesische Marken wie JAC Motors oder Dayun umzusteigen, scheiterte.
Der endgültige Schlag folgte 2022, als Sanktionen und logistische Hindernisse die Lieferungen aus Russland zum Erliegen brachten. Ohne Neuwagen oder Ersatzteile kam der Betrieb vollständig zum Stillstand. Nun befindet sich das Unternehmen in der letzten Phase der Abwicklung und hat endgültig geschlossen.
Ladas Abschied von Deutschland markiert das Ende einer Ära für die Marke in Europa. Der Niedergang des Unternehmens ist das Ergebnis jahrelang schrumpfender Nachfrage, regulatorischer Hürden und des Wegfalls russischer Importe. Künftig wird es in Deutschland weder Verkäufe noch Unterstützung für Lada-Fahrzeuge geben.






