KSI in der Kritik: Gewalt-Witz über schwangere Frauen entfacht neue Debatte
Brigitta SchülerKSI in der Kritik: Gewalt-Witz über schwangere Frauen entfacht neue Debatte
Der YouTuber und Britain’s Got Talent-Juror KSI steht wegen eines Videos aus dem Jahr 2017 in der Kritik, in dem er Witze über Gewalt gegen schwangere Frauen machte. Der Clip tauchte kürzlich wieder auf und entfachte erneut Debatten über seine umstrittenen Äußerungen in der Vergangenheit. Die aktuelle Kontroverse folgt auf seine Social-Media-Pause 2023, die er nach einer weiteren beleidigenden Bemerkung in einem Parodie-Video einlegte.
In dem YouTube-Video von 2017 sprach KSI mit seiner Mutter über sicheren Sex. Als sie ihn daran erinnerte, Kondome zu benutzen, antwortete er, er würde „dem Baby einen Schlag versetzen“, falls eine Frau mit seinem Kind schwanger würde. Der Kommentar war zwar als Scherz gemeint, löste jedoch Empörung aus, da er Gewalt verharmloste.
Eine Sprecherin der Organisation Women’s Aid verurteilte die Aussage später scharf. Die Hilfsorganisation argumentierte, dass solche „Witze“ die Schwere häuslicher Gewalt herunterspielen. Die Charity wies darauf hin, wie die Normalisierung gewaltverherrlichender Sprache Überlebende schädigen und das öffentliche Bewusstsein verzerren kann.
Der Vorfall geriet erneut in den Fokus, während KSIs Online-Verhalten insgesamt stärker unter die Lupe genommen wird. 2023 zog er sich vorübergehend aus den sozialen Medien zurück, nachdem er in einem weiteren Parodie-Video eine rassistische Beleidigung verwendet hatte. Eine Person aus seinem Umfeld räumte ein, das Video von 2017 im Nachhinein zu bereuen, und bezeichnete die Wortwahl als unangemessen und falsch.
Trotz einer späteren Entschuldigung und seiner Auszeit bleibt das Video Teil von KSIs digitalem Archiv. Die Kritik von Women’s Aid unterstreicht die anhaltenden Bedenken, wie Prominente Gewalt in humoristischem Kontext thematisieren. Der Vorfall reiht sich ein in frühere Kontroversen, die sein öffentliches Image geprägt haben.






