31 January 2026, 19:10

Kretschmanns letzter Neujahrsempfang ehrt Baden-Württembergs stille Helden

Eine Bronzemedaille mit der Inschrift 'Verdienstmedaille für den öffentlichen Dienst' auf einem weißen Hintergrund.

Kretschmanns letzter Neujahrsempfang ehrt Baden-Württembergs stille Helden

Am 30. Januar 2026 veranstaltete die Landesregierung von Baden-Württemberg ihren traditionellen Neujahrsempfang im Stuttgarter Neuen Schloss. Bei der Veranstaltung mit 750 Gästen standen diesmal die oft unsichtbaren Kräfte im Mittelpunkt, die das gesellschaftliche Leben am Laufen halten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann nutzte seinen letzten Empfang im Amt, um diese "stillen Macher" in den Fokus zu rücken.

Geehrt wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Lieferdiensten, Busfahrerinnen und Busfahrer, Reinigungskräfte sowie Verwaltungsangestellte. Auch Ehrenamtliche aus Vereinen und lokalen Gemeinschaftsprojekten waren unter den Geladenen. Kretschmann betonte, wie wichtig es sei, diejenigen wertzuschätzen, deren täglicher Einsatz häufig unbeachtet bleibt.

Der Abend bot eine Mischung aus Livemusik und einem virtuellen Erlebnis, das von der Digitalagentur B-Rex gestaltet wurde. In seiner Rede sprach der Ministerpräsident über die Bedeutung traditioneller Tugenden wie Höflichkeit, Dankbarkeit und Freundlichkeit. Diese Werte seien unverzichtbar, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.

Kretschmann dankte in seiner Ansprache den "unersetzlichen Menschen", die dafür sorgen, dass das gesellschaftliche Miteinander funktioniert. Die Veranstaltung sollte das Klischee widerlegen, dass nur die lautesten Stimmen das öffentliche Leben prägen. Stattdessen wurden die Leistungen derer gewürdigt, die im Hintergrund leise, aber wirksam arbeiten.

Der diesjährige Empfang war zugleich Kretschmanns letzter als Ministerpräsident. Die Hommage an die stillen Helden steht im Kontext einer breiteren Initiative, die darauf abzielt, bisher wenig beachteten Gruppen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Ähnliche Projekte im Jahr 2025 umfassten etwa Auszeichnungen für Beschäftigte mit Behinderungen, die Anerkennung von pflegenden Angehörigen sowie Vorhaben zur Förderung inklusiver Bildung.