02 May 2026, 10:23

Krankenkassen 2025: Einnahmen steigen langsamer als die Ausgaben

Detailreiches Poster mit einer Zeichnung eines deutschen Krankenhausgebäudes, das Fenster, Türen und Balkone zeigt, begleitet von Text, der seine Größe, Lage und Merkmale beschreibt.

Krankenkassen 2025: Einnahmen steigen langsamer als die Ausgaben

Deutsche Krankenkassen verzeichneten 2025 eine wachsende Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben. Während die Erträge nur um 5,3 Prozent stiegen, legten die Ausgaben fast doppelt so stark zu. Die neuesten Zahlen zeigen einen deutlichen Kostenanstieg in zentralen Gesundheitsbereichen.

Die Gesamteinnahmen der Krankenkassen beliefen sich 2025 auf 355,9 Milliarden Euro – ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausgaben kletterten hingegen auf 352,4 Milliarden Euro, ein Anstieg um 7,8 Prozent, und setzten damit den starken Trend aus dem Jahr 2024 fort.

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Den größten Sprung verzeichnete die stationäre Krankenhausversorgung, deren Kosten um 9,6 Prozent stiegen. Dieser Bereich entwickelte sich zum Haupttreiber des Gesamtausgabenwachstums. Die ambulante ärztliche Versorgung folgte mit einem Anstieg von 7,6 Prozent.

Auch die Arzneimittelausgaben stiegen, wenn auch weniger stark als in anderen Bereichen. Insgesamt erhöhten sich die Medikamentenkosten um 5,9 Prozent, doch bei spezialisierten ambulanten Arzneimitteltherapien gab es einen ungewöhnlich hohen Anstieg von 27,1 Prozent.

Zusätzlichen Druck übten die Verwaltungskosten aus, die um 4,7 Prozent zunahmen. Innerhalb dieser Kategorie stiegen die personenbezogenen Ausgaben um 6 Prozent, während die Sachkosten um 4,4 Prozent anwuchsen. Die Leistungsausgaben für Patientinnen und Patienten erhöhten sich um 7,9 Prozent.

Die Daten zeigen einen klaren Trend: Die Gesundheitsausgaben in Deutschland wachsen deutlich schneller als die Einnahmen. Mit der stationären und ambulanten Versorgung als Hauptkostentreiber sehen sich die Kassen zunehmenden finanziellen Belastungen ausgesetzt. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben deutet auf mögliche Herausforderungen für die künftige Haushaltsplanung und die Nachhaltigkeit des Systems hin.

Quelle