04 February 2026, 17:15

Konstanzer Familie zahlt 2.750 Euro Strafe für geschmuggelte Luxusgüter und Korallen

Eine alte Visitenkarte mit einem Schwarz-Weiß-Bild eines Mannes, auf dem steht: "Sofort mit oder ohne Geleitzug nach Bahia, Sao Guadalupe auslaufen."

Konstanzer Familie zahlt 2.750 Euro Strafe für geschmuggelte Luxusgüter und Korallen

Eine Familie aus Konstanz wurde mit einem Bußgeld belegt, nachdem Zollbeamte in ihrem Gepäck nicht deklarierte Luxusgüter im Wert von etwa 12.500 Euro entdeckt hatten. Die beschlagnahmten Waren – darunter hochpreisige Mode und Schmuck – überschritten den steuerfreien Freibetrag von 300 Euro um das Mehr als Vierzigfache.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie vermehrter Feststellungen während der nebensaisonlichen Reisezeit nach den Feiertagen ein, in der Beamte häufig nicht angemeldete Waren aufspüren.

Die Familie wurde an der Grenze mit einer Sammlung von Luxusartikeln kontrolliert, darunter ein Gürtel, ein Maßanzug, eine Damenarmbanduhr, eine Handtasche und eine Halskette bekannter Marken. In ihrem Gepäck befand sich zudem eine geschützte Steinkoralle, die sofort nach den Artenschutzbestimmungen beschlagnahmt wurde.

Neben der Strafe für Schmuggel musste die Familie auch Konsequenzen wegen Verstößen gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) tragen. Bevor sie ihre Reise fortsetzen durften, wurden rund 2.750 Euro an Einfuhrabgaben fällig.

Einzelne Fälle wie dieser sind kein Einzelfall. Zollstellen in Hamburg-Stadt, Frankfurt am Main, München und Köln bearbeiten regelmäßig ähnliche Verstöße – sowohl gegen Artenschutzvorschriften als auch wegen Steuerhinterziehung durch nicht deklarierte Luxusgüter. Erst kürzlich wurden zwei Reisende zur Kasse gebeten, die Goldketten im Wert von 8.000 Euro mitführten und dafür zusätzliche Einfuhrabgaben in Höhe von 1.520 Euro zahlen mussten.

Der Fall der Familie aus Konstanz unterstreicht die strengen Zollvorschriften für Luxusimporte und geschützte Arten. Die Behörden kontrollieren Reisende weiterhin besonders nach den Hauptreisezeiten intensiv. Wer erwischt wird, muss mit hohen Strafen rechnen – von Nachzahlungen über Beschlagnahmungen bis hin zu rechtlichen Konsequenzen.