31 May 2026, 00:17

Klimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren – Greta Thunberg erwartet

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Klimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren – Greta Thunberg erwartet

Klimaproteste breiten sich im Ruhrgebiet aus

Diese Woche haben sich die Klimaproteste im deutschen Ruhrgebiet ausgeweitet. Aktivistinnen und Aktivisten des antikapitalistischen Bündnisses Ende Gelände richteten sich gegen fossile Infrastruktur, blockierten Kraftwerke und besetzten Industrieanlagen. Für Samstag ist nun eine Großdemonstration geplant – mit Unterstützung von Umweltverbänden und lokalen Initiativen. Erwartet wird auch die Teilnahme von Greta Thunberg.

Die Proteste begannen mit Blockaden am Kraftwerk Scholven in Gelsenkirchen, wo Betreiber den Bau einer weiteren Gaseinheit planen. Aktivisten installierten zudem Solarpaneele auf dem Gelände, um für erneuerbare Alternativen zu werben. Gleichzeitig besetzten Demonstranten Gleisanlagen des Werks Europipe in Mülheim an der Ruhr, Europas größtem Hersteller von Pipeline-Rohren.

Ein Gericht hatte zu Wochenbeginn ein von der Polizei verhängtes Demonstrationsverbot für das Kraftwerk Gersteinwerk bestätigt – mit Verweis auf die Gefahr zivilen Ungehorsams. Trotzdem unterbrachen Aktivisten den Betrieb der Friedrich Wilhelms Hütte, einer Gießerei des Rüstungskonzerns KNDS, an dem die Bundesregierung eine Millardenbeteiligung plant. Die Protestierenden kritisierten, dass das Unternehmen statt Komponenten für Windkraftanlagen Panzerstahl produziere.

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Für die Demonstration am Samstag, organisiert von Greenpeace, BUND, Fridays for Future, Campact und lokalen Gruppen, werden Tausende weitere Teilnehmer erwartet. Ziel der Veranstaltung ist es, den Druck gegen den Ausbau fossiler Gase in der Region zu erhöhen.

Die Proteste haben bereits zentrale Industrieanlagen lahmgelegt, darunter ein großes Kraftwerk und eine Rohrfabrik. Mit der prominent besetzten Demonstration am Samstag wollen die Organisatoren die Forderungen nach einem Ausstieg aus fossilen Energien verstärken. Besonders in der Kritik steht die geplante Millardeninvestition der Regierung in KNDS.

Quelle