16 April 2026, 12:23

"Klar"-Doku 2026: Neue Folgen, alte Streitfragen über Ausrichtung und Moderation

Titelseite einer deutschen Zeitung vom 18. September 1914 mit einem Schwarz-Weiß-Porträt eines Mannes im Anzug und der Überschrift "Deutsches Reichstag, Vol 1, No 1".

"Klar"-Doku 2026: Neue Folgen, alte Streitfragen über Ausrichtung und Moderation

Die öffentlich-rechtlichen Sender NDR und BR erweitern ihre Dokumentationsreihe Klar um sechs neue Folgen im Jahr 2026. Die Beiträge werden sich mit großen gesellschaftlichen Kontroversen befassen – von Polizeigewalt bis hin zur politischen Polarisierung. Doch bereits jetzt sorgt die Sendung für Diskussionen, insbesondere wegen der Auswahl der Moderator:innen und der wahrgenommenen redaktionellen Ausrichtung.

Die ersten drei Folgen von Klar wurden 2025 ausgestrahlt und behandelten Themen wie Migration, Bauernproteste und die Folgen der COVID-19-Pandemie. Für 2026 haben NDR und BR sechs weitere Folgen geplant, die jeweils brisante gesellschaftliche Konflikte aufgreifen.

Den Auftakt macht am 15. April die Folge "Zielscheibe Polizei – Missbrauch, Hass und Gewalt", moderiert von Tanit Koch. Zwei Wochen später, am 29. April, übernimmt Julia Ruhs die Präsentation der zweiten Folge. Ruhs wird auch die dritte Folge leiten – alle drei Beiträge entstehen unter der Federführung des BR.

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Die Entscheidung des NDR, Koch statt Ruhs für die eigenen Folgen einzusetzen, löste bei einigen Kritiker:innen Vorwürfe einer "Cancel Culture" aus. Andere werfen der Reihe vor, sie tendiere in Richtung rechtspopulistischer Positionen. Die Sender betonen jedoch, es gehe darum, gesellschaftliche Missstände neutral zu dokumentieren.

Die sechs Folgen der Klar-Staffel 2026 werden zwischen NDR und BR aufgeteilt. Jede Ausgabe widmet sich drängenden sozialen Fragen, doch die Reihe steht weiterhin wegen ihrer redaktionellen Entscheidungen in der Kritik. Die ersten beiden Folgen werden im April ausgestrahlt, mit Ruhs und Koch als Moderatorinnen für ihre jeweiligen Sender.

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