07 April 2026, 12:27

KIT baut hochmodernes Testzentrum für Stromnetze der Zukunft

Liniengraph, der die elektrische Energieerzeugung an Anlagen von 2018 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

KIT baut hochmodernes Testzentrum für Stromnetze der Zukunft

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht derzeit ein neues Testzentrum für Stromnetztechnologien. Das "High Power Grid Lab" (HPGL) soll reale Stromnetze mit hoher Präzision nachbilden und dient der Entwicklung sowie Erprobung innovativer Komponenten für die Energienetze der Zukunft.

Im Fokus des HPGL stehen Nieder- und Mittelspannungsnetze, die für die regionale Stromverteilung zuständig sind. Kernstück der Anlage ist eine flexible Testumgebung namens "Power Hardware in the Loop". Dieses System ahmt das Verhalten realer Netze so genau wie möglich nach.

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Forschende werden untersuchen, wie sich neue Netzkomponenten unter realistischen Bedingungen verhalten. Dazu gehört etwa die Erprobung von Stromrichtern für Mittelspannungs-Gleichstromnetze. Die Mittelspannungs-Emulatoren des Labors können Wechselstromnetze mit bis zu 20 Kilovolt und Gleichstromnetze mit bis zu 35 Kilovolt simulieren – und das ohne Transformatoren. Die Anlage ist für Leistungen von bis zu 40 Megavoltampere ausgelegt.

An dem Projekt sind mehrere Institute des KIT sowie nationale und internationale Partner beteiligt, darunter Industrieunternehmen, Netzbetreiber und Forschungseinrichtungen. Die Finanzierung des Baus übernimmt die Helmholtz-Gemeinschaft, die aus ihrem strategischen Investitionsfonds 32,8 Millionen Euro bereitstellt.

Das HPGL wird mit dem "Smart Energy System Simulation and Control Center" des KIT verknüpft. Dieses Zentrum kombiniert Echtzeit-Simulationen von Stromnetzen mit den Mittelspannungs-Emulatoren des Labors. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das Jahr 2030 im Rahmen des "Energy Lab" des KIT geplant.

Sobald das HPGL betriebsbereit ist, bietet es eine realistische Testumgebung für Stromnetztechnologien der nächsten Generation. Mit seinen hochpräzisen Simulationen und leistungsstarken Emulatoren trägt es zur Optimierung von Komponenten für Mittelspannungsnetze bei. Die Erkenntnisse aus dem Labor könnten die Zukunft der regionalen Energieverteilung maßgeblich prägen.

Quelle