Kirchen in Berlin und Brandenburg werden zu kühlen Oasen während der Hitzewelle
Hans-Josef BeckmannKirchen in Berlin und Brandenburg werden zu kühlen Oasen während der Hitzewelle
Kirchen in Berlin und Brandenburg bieten kühle Zufluchtsorte während Hitzewellen
Kirchen in Berlin und Brandenburg engagieren sich zunehmend als kühle Rückzugsorte während extremer Hitzeperioden. Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche haben ihre Gemeinden aufgerufen, ihre Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nicht alle können sich jedoch beteiligen – praktische und finanzielle Hürden stehen dem oft im Weg.
Der Aufruf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Opposition dem Senat vorwirft, zu wenig kühle Aufenthaltsorte anzubieten. Als Alternative schlagen sie vor, auch Kunstmuseen und Ausstellungshallen während Hitzeextremen zu öffnen.
Einige Kirchen wie die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg sind bereits ganzjährig täglich geöffnet. Ehrenamtliche halten den Betrieb aufrecht und bieten einen ruhigen Ort zur Erholung und Besinnung. Auch die Marienkirche bleibt zugänglich – dank Touristenströmen und eines hauptamtlichen Küsters. Zudem stellt sie Trinkwasser für Bedürftige bereit.
Viele Kirchen sind jedoch aus Sicherheitsgründen verschlossen, um Diebstahl und Vandalismus vorzubeugen. Die Lutherkirche in Spandau könnte helfen, leidet aber trotz gesicherter Türen immer wieder unter Beschädigungen. Die Wichernkirche im selben Bezirk ist zwar geöffnet, verzeichnet bisher aber keinen spürbaren Anstieg an Besuchern, die Schutz vor der Hitze suchen. Nur 13 evangelische Kirchen in Berlin haben werktags durchgehend für dieses Angebot geöffnet, einige weitere unter bestimmten Bedingungen.
Die Gebäude selbst bleiben auf natürliche Weise kühl: Ihre Architektur sorgt für angenehme Temperaturen ohne Klimaanlage. Dennoch erschweren begrenzte Mittel und die Abhängigkeit von Ehrenamtlichen vielen Gemeinden eine regelmäßige Öffnung.
Die Initiative unterstreicht die Bedeutung von Kirchen als Stützen der Gemeinschaft in extremen Wetterlagen. Während einige bereits Hilfe leisten, kämpfen andere mit Problemen wie Vandalismus und Finanzierungslücken. Die Bemühungen, das Angebot an kühlen Rückzugsorten auszubauen, gehen weiter – während die Stadt nach Lösungen sucht.
