Kino International in Berlin glänzt nach 18 Monaten Sanierung in neuem alten Licht
Gerfried ThiesKino International in Berlin glänzt nach 18 Monaten Sanierung in neuem alten Licht
Das Kino International, ein historisches Kino in Ost-Berlin, öffnet nach 18 Monaten Sanierung am 3. März wieder seine Türen. Bereits ab dem 26. Februar werden erste Vorführungen stattfinden. Das ikonische Haus, das 1961 erbaut und 1963 eröffnet wurde, erhielt ein umfassendes Modernisierungsupdate, ohne dabei seinen klassischen Charme einzubüßen.
Im Mittelpunkt der Sanierung stand die Bewahrung des ursprünglichen Flairs bei gleichzeitiger technischer Aufwertung. So wurde etwa der berühmte Perlenvorhang in seinem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt – und dabei ein Fehler korrigiert, der bei einer Renovierung in den 1970er-Jahren entstanden war. Zudem erhielt das Kino eine neue Klimaanlage, erneuerte Rohrleitungen und moderne Projektionstechnik.
Die Sitzplatzzahl wurde von 551 auf 506 reduziert, um den Besuchern mehr Beinfreiheit zu bieten. Die Gesamtkosten beliefen sich auf über 10 Millionen Euro, finanziert durch Mittel des Bundes und des Landes Berlin, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Filmförderungsanstalt (FFA) sowie Lotterieerträge. Weitere 5 Millionen Euro sind für die spätere Aufwertung von Nebenräumen vorgesehen.
Das Kino International, seit 1990 als Denkmal geschützt, gehört seit 1992 zur Yorck Kinogruppe. Als kulturelles Wahrzeichen an der Karl-Marx-Allee verbindet es den Charme der Mitte des 20. Jahrhunderts entstandenen Architektur mit modernem Komfort.
Mit der Wiedereröffnung endet eine langjährige Restaurierungsphase. Die Besucher erwarten verbesserte Räumlichkeiten bei bewahrtem historischem Ambiente. Die Modernisierungen sollen die Zukunft des Kino International als zentraler Treffpunkt für Filmbegeisterte in Berlin sichern.