Kaufland startet mit "S Medical Room" in die Telemedizin im Supermarkt
Brigitta SchülerKaufland startet mit "S Medical Room" in die Telemedizin im Supermarkt
Kaufland eröffnet erste "S Medical Room"-Filiale in Mosbach mit Telemedizin und Basis-Checks
In Mosbach hat Kaufland den ersten "S Medical Room" eröffnet, der Telemedizin-Sprechstunden und kleine Gesundheitschecks anbietet. Der neue Service fungiert als ambulante Außenstelle des Sana Medizinischen Versorgungszentrums in Neckarsulm. Kund:innen können nun direkt im Supermarkt virtuelle Arzttermine wahrnehmen und grundlegende medizinische Leistungen in Anspruch nehmen.
Das Pilotprojekt richtet sich an Selbstzahler:innen, die dort Unterstützung durch medizinisches Personal für Routineuntersuchungen erhalten. Sana, Deutschlands größter Krankenhausbetreiber, stellt über die Einrichtung virtuelle Hausarztkonsultationen bereit. Mit 46 Krankenhäusern und 57 Medizinischen Versorgungszentren bundesweit verfolgt das Unternehmen das Ziel, den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu verbessern.
Die Schwarz Gruppe, zu der Kaufland und Lidl gehören, betreibt zudem das Datenunternehmen SlackIT sowie die Datenplattform des Deutschen Apothekerverbandes. Bei Erfolg des Mosbacher Modells könnten bis Anfang 2026 bis zu 500–600 weitere Kaufland-Filialen ähnliche medizinische Räume einrichten. Die Ausweitung hängt dabei von Skalierbarkeit, behördlichen Genehmigungen und der wirtschaftlichen Machbarkeit ab.
Darüber hinaus plant die Schwarz Gruppe, in den Versandapotheken-Markt einzusteigen – ähnlich wie der Konkurrent dm. Damit verfolgt der Konzern eine umfassendere Strategie, sein Einzelhandelsnetz um Gesundheitsdienstleistungen zu erweitern.
Der "S Medical Room" in Mosbach markiert Kauflands ersten Schritt in den Bereich der medizinischen Versorgung im Handel. Sollte sich das Pilotprojekt bewähren, könnten Hundert weitere Standorte das Konzept übernehmen. Das Vorhaben passt zu Sanas Bestreben, die medizinische Grundversorgung in Deutschland flächendeckend auszubauen.






