Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Teilprivatisierung
Brigitta SchülerKatholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Teilprivatisierung
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert grundlegende Reformen bei der Deutschen Bahn. Die Organisation argumentiert, dass eine schrittweise Privatisierung der einzige Weg sei, um die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrssektors zu verbessern.
Der BKU verwies auf die anhaltenden Probleme beim staatlichen Bahnkonzern. Als deutliche Beispiele für Missmanagement nannte er die explodierenden Kosten bei Stuttgart 21 und das Scheitern des Digitalfunk-Systems. Nach Ansicht der Organisation sind diese Versäumnisse auf mangelnde Planung, technische Defizite und ein Führungsvakuum im Unternehmen zurückzuführen.
Martin Nebeling, der Bundesvorsitzende des BKU, kritisierte die Rolle des Staates als Betreiber scharf. Die öffentliche Hand habe bewiesen, dass sie die Deutsche Bahn nicht effizient führen könne, so Nebeling. Thomas Tietz, Leiter der BKU-Fachgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betonte unterdessen die Dringlichkeit eines leistungsfähigen Schienennetzes, auf das sich Fahrgäste und Unternehmen gleichermaßen verlassen können.
Zur Untermauerung ihrer Forderungen verwies die Organisation auf frühere Erfolge: Ehemalige Staatsbetriebe wie die Deutsche Telekom, die DHL Group und die Lufthansa hätten sich nach ihrer Privatisierung positiv entwickelt. Der BKU ist überzeugt, dass ähnliche Strukturreformen nun auch für die Deutsche Bahn unverzichtbar seien.
Mit seinen Vorschlägen will der BKU die chronischen Probleme des deutschen Schienensystems angehen. Eine Privatisierung führe zu besserer Planung, stärkerer Führung und zuverlässigeren Dienstleistungen, heißt es seitens der Organisation. Die Politik wurde aufgefordert, bei diesen Reformen endlich konsequent zu handeln.
