04 February 2026, 01:06

Junge Union fordert schärfere Einbürgerungsregeln für mehr Integration in Deutschland

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Junge Union fordert schärfere Einbürgerungsregeln für mehr Integration in Deutschland

Die Jugendorganisation der deutschen CDU, die Junge Union (JU), fordert umfassende Reformen der Einbürgerungsregeln in Deutschland. Zu ihren Vorschlägen gehören längere Mindestaufenthaltszeiten sowie verschärfte Sprach- und Integrationsanforderungen. Die Forderungen kommen nach der Reform von 2024, die laut der Organisation das Vertrauen in das System untergraben habe.

Die JU plädiert dafür, die Mindestaufenthaltsdauer für eine Einbürgerung von fünf auf acht Jahre zu erhöhen. Fünf Jahre seien nach Ansicht der Gruppe oft zu kurz, um eine vollständige Integration in die deutsche Gesellschaft zu gewährleisten. Die aktuellen Regelungen würden nicht sicherstellen, dass Neuankömmlinge sich ausreichend in die deutsche Gesellschaft eingliedern.

Auch die Sprachvoraussetzungen sollen nach den Plänen der JU strenger werden. Ausnahmen vom Niveau B1 würden entfallen, stattdessen soll B2 als Mindeststandard gelten. Die Organisation betont, dass bessere Sprachkenntnisse entscheidend für eine erfolgreiche Integration in die deutsche Gesellschaft seien.

Darüber hinaus schlägt die JU strengere Überprüfungen sozialer und verfassungsmäßiger Werte vor. Antragstellende müssten die Akzeptanz zentraler Prinzipien wie Gleichberechtigung nachweisen. Zudem solle die Ablehnung von Antisemitismus und Rassismus zur formalen Voraussetzung werden. Die JU wirft der Reform von 2024 vor, falsche Signale gesendet und das öffentliche Vertrauen in den deutschen Einbürgerungsprozess geschwächt zu haben.

Die Forderungen sind Teil einer breiteren Initiative, um zentrale Politiken der Ampelkoalition rückgängig zu machen. Bisher liegt der JU noch keine Reaktion der Bundesregierung auf ihre Vorschläge vor.

Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würde dies eine deutliche Wende im deutschen Einbürgerungsverfahren bedeuten: längere Aufenthaltszeiten, höhere Sprachstandards und strengere Werteprüfungen würden für künftige Antragstellende gelten. Wie die Bundesregierung zu den Forderungen steht, bleibt vorerst unklar.