19 June 2026, 12:23

Jan van Aken gesteht jahrelange Täuschung der Öffentlichkeit ein

Bald wieder im Hoodie öfter zu sehen

Jan van Aken gesteht jahrelange Täuschung der Öffentlichkeit ein

Jan van Aken hat eingeräumt, zwei Jahre lang gemeinsam mit Ines Schwerdtner die Öffentlichkeit getäuscht zu haben. Die Enthüllung erfolgte während seiner letzten Pressekonferenz als Vorsitzender der Linken im Berliner Karl-Liebknecht-Haus.

Unter van Akens Führung stiegen die Umfragewerte der Linken deutlich an. Die Unterstützung wuchs von lediglich 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl 2025. Über 700.000 Wähler, viele von den Grünen enttäuscht, wechselten damals zur Linken.

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Sein Medienauftritt half der Partei, sich als glaubwürdige Stimme in der Außenpolitik zu etablieren. Als Spitzenkandidat im Duo mit Heidi Reichinnek sprach er besonders ältere Wähler an. Im Mai 2026 machte er Schlagzeilen, als er drohte, auf dem Dach des Wohnungsriesen Vonovia zu protestieren.

Bei seinem letzten öffentlichen Auftritt präsentierte van Aken eine schwarze Kiste – ein symbolischer Akt zum Ende seiner Amtszeit. Zudem dankte er Schwerdtner für die enge Zusammenarbeit während seiner Führungszeit. Der große Politiker, der mit 1,98 Metern mehr als einen Kopf über Schwerdtner ragte, hinterlässt damit eine prägende Ära.

Luigi Pantisano soll nun als neuer Parteivorsitzender die Nachfolge antreten. Van Akens Rückzug markiert das Ende einer Phase deutlichen Wachstums und medienwirksamer Momente für die Linke. Seine Eingeständnisse zur Täuschung werfen jedoch Fragen über das jüngste öffentliche Bild der Partei auf.

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