17 February 2026, 00:50

Jacques Tillys scharfe Satire bringt Düsseldorf zum Lachen – trotz Putins Klage

Ein Rosenmontagszug-Schmuckwagen mit roten Rosen und goldenen Verzierungen, darunter Statuen und Blumen, vor einem Gebäude, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Feierwütige, zieht warm an! Am Rosenmontag regnet es nicht nur Süßes - Jacques Tillys scharfe Satire bringt Düsseldorf zum Lachen – trotz Putins Klage

Düsseldorfer Rosenmontagszug: Jacques Tillys scharfe Satire und ein Rechtsstreit mit Putin

Der diesjährige Rosenmontagszug in Düsseldorf wird wieder die provokanten Entwürfe von Jacques Tilly präsentieren, einem Karnevalskünstler, der für seinen beißenden Humor bekannt ist. Seine neuesten Kreationen haben ihn sogar in einen juristischen Konflikt mit Wladimir Putin gebracht. Doch weder winterliches Wetter noch rechtliche Querelen werden die Feierlichkeiten stoppen – und ein neues "Liebesbrief" an den Karneval könnte selbst Skeptiker der Tradition begeistern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Tillys satirische Wagen stehen einmal mehr im Mittelpunkt des Düsseldorfer Rosenmontagszugs. Seine Werke verspotten seit Langem Politiker und Mächtige, doch diesmal hat seine Kunst zu einer Klage geführt: Die russische Regierung verklagt Tilly in Moskau wegen angeblicher Verleumdung staatlicher Institutionen, darunter der Armee und des Präsidenten persönlich. Der Prozess, der am 26. Februar fortgesetzt wird, findet ohne Tillys Anwesenheit statt. Er gibt an, keine Kenntnis von den Vorwürfen zu haben, keinen Kontakt zu seinem Pflichtverteidiger zu unterhalten – und bezeichnet das Ganze als reine Propagandashow.

Unbeeindruckt setzt Tilly seine Spottattacken gegen Putin in seinen neuesten Karnevalsentwürfen fort. Seine früheren Werke, die weiterhin online abrufbar sind, zeigen eine lange Tradition der Respektlosigkeit. Trotz des juristischen Drucks bleibt er trotzig und bereitet neue Wagen für den Umzug vor.

Die Wettervorhersage sagt für Rosenmontag Schnee und Regen voraus, doch die Veranstalter erwarten wie immer große Menschenmengen. Für viele ist der Karneval eine geliebte Tradition. Eine Autorin, die im Münsterland aufgewachsen ist, erinnert sich an Kindheitserinnerungen: das Jagen nach Süßigkeiten, den Besuch satirischer Büttenabende und das Staunen über die Umzüge. Heute lebend in Norddeutschland, vermisst sie gelegentlich die lebhafte Atmosphäre – wird in diesem Jahr aber wegen einer Dienstreise nicht dabei sein.

Ein neu erschienener "Liebesbrief" an den Karneval, verfasst von einer Kollegin, bietet nun eine frische Perspektive für all jene, die die Feierlichkeiten nie recht schätzen lernten. Der Text hebt den Humor, den Gemeinschaftssinn und das Spektakel hervor, die diese Tradition am Leben halten.

Der Zug wird stattfinden – bei Regen oder Schnee, und Tillys Wagen werden in diesem Jahr besonders im Fokus stehen. Sein Rechtsstreit in Moskau dauert an, doch von Selbstzensur ist nichts zu spüren. Für viele bleibt der Karneval eine Zeit des Feierns – ob sie mittendrin sind oder die Erinnerungen an die ausgelassene Stimmung aus der Ferne wachhalten.