IT-Branche boomt: Höhere Gehälter, doch Fachkräftemangel bleibt akut
Hans-Josef BeckmannIT-Branche boomt: Höhere Gehälter, doch Fachkräftemangel bleibt akut
Deutschlands IT-Branche wächst weiter – mit steigenden Gehältern und großem Fachkräftemangel
Die deutsche IT-Branche verzeichnet weiterhin ein stetiges Wachstum, wobei die Gehälter parallel zur Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften steigen. Die Branche beschäftigt mittlerweile fast 1,1 Millionen Menschen – ein Plus von 12 Prozent seit 2022. Doch trotz attraktiver Verdienstmöglichkeiten und zahlreicher Jobangebote bleiben tausende Stellen unbesetzt.
Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt in der IT liegt bei 58.721 Euro, wobei die Zufriedenheit mit der Bezahlung bei rund 65 Prozent liegt. Berufseinsteiger starten in der Regel mit etwa 45.000 Euro, Quereinsteiger können mit mindestens 35.000 Euro rechnen. In gefragten Bereichen wie Cloud Computing, Cybersicherheit oder künstlicher Intelligenz (KI) klettern die Gehälter mit Erfahrung auf bis zu 100.000 Euro.
Zu den Spitzenverdienern zählen Solution Architects (85.300 Euro) und Softwarearchitekten (82.800 Euro). Auch Key Account Manager (80.300 Euro) und Product Owner (73.200 Euro) gehören zu den bestbezahlten Positionen der Branche. In Führungspositionen in Großstädten wie München, Frankfurt oder Hamburg sind Gehälter von über 150.000 Euro keine Seltenheit.
Trotz der finanziellen Anreize leidet die Branche unter einem akuten Fachkräftemangel. Allein 2025 blieben rund 109.000 IT-Stellen unbesetzt – ein deutlicher Beleg für den anhaltenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften.
Die IT-Branche bietet zwar attraktive Gehälter und klare Aufstiegschancen, mit deutlich steigenden Einkommen im Laufe der Karriere. Doch die Kluft zwischen offenen Stellen und verfügbaren Talenten bleibt eine Herausforderung. Unternehmen suchen weiterhin sowohl erfahrene Spezialisten als auch Quereinsteiger, um kritische Positionen zu besetzen.






