Isaak Cissé: Vom senegalesischen Migranten zum Münchner Kult-Taxifahrer und FC-Bayern-Fan
Brigitta SchülerSein Verlangen nach seinen Bayern-Idolen trieb ihn nach München - Isaak Cissé: Vom senegalesischen Migranten zum Münchner Kult-Taxifahrer und FC-Bayern-Fan
Isaak Cissé, Münchens berühmtester Taxifahrer und leidenschaftlicher Fan des FC Bayern München, ist längst eine lokale Legende. 1954 in Dakar geboren, zog er Ende der 1970er-Jahre in die Stadt, um seinen Fußballidolen näher zu sein. Sein Lebensweg – von der Armut im Senegal bis zum Kultstatus in Bayern – wird nun in einem Lebenslinien-Porträt gewürdigt.
Cissé wuchs als eines von 13 Geschwistern in Dakar auf, bevor er nach München übersiedelte. Dort baute er sich ein neues Leben auf und arbeitete als Taxifahrer, um über die Runden zu kommen. Sein Beruf machte ihn nicht nur finanziell unabhängig, sondern half ihm auch, durch tägliche Gespräche mit Fahrgästen in der bayerischen Kultur anzukommen.
Im Laufe der Jahre wurde er für seinen fließenden bayerischen Dialekt und lokale Redewendungen bekannt – trotz seiner senegalesischen Wurzeln. Seine Liebe zum FC Bayern München machte ihn zu einer bekannten Persönlichkeit, besonders nach Auftritten in Blickpunkt Sport, wo er mit humorvollen Fußball-Sketchs und Kommentaren glänzt.
Erst kürzlich durchlebte Cissé nach langjähriger Ehe eine Scheidung. Nun plant er, nach Dakar zurückzukehren, um seine letzten Jahre in der Stadt zu verbringen, in der er geboren wurde.
Cissés Weg – von einer Kindheit in Armut bis hin zum geliebten Münchner Original – steht für Widerstandskraft und Leidenschaft. Seine Geschichte, nun in Lebenslinien festgehalten, spiegelt sowohl seine persönlichen Kämpfe als auch seine tiefe Verbundenheit mit der bayerischen Kultur wider. Selbst wenn er Deutschland bald verlässt, bleibt sein Erbe als Taxifahrer, Fußballfan und lokaler Charakter ungebrochen.






