Intelligente Stromzähler werden ab 2025 für Großverbraucher Pflicht – was ändert sich?
Hans-Josef BeckmannDigitale Stromzähler gewinnen im Südwesten an Beliebtheit - Intelligente Stromzähler werden ab 2025 für Großverbraucher Pflicht – was ändert sich?
Neue Vorschriften für intelligente Stromzähler traten 2023 in Kraft und legen klarere Genehmigungsverfahren sowie feste Einbauzeitpläne fest. Die deutsche Bundesregierung plant, bis 2032 insgesamt 42 Millionen dieser Geräte in Haushalten und Unternehmen einzuführen. Energieversorger wie die EnBW beschleunigen bereits in diesem Jahr ihre Installationspläne.
Die überarbeiteten Regelungen schreiben intelligente Zähler für alle Haushalte und Betriebe vor, die jährlich mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom verbrauchen. Verbraucher können die Geräte auch freiwillig anfordern – ab 2025 müssen Messstellenbetreiber die Installation dann innerhalb von vier Monaten nach Antrag abschließen.
Intelligente Zähler übermitteln Verbrauchsdaten automatisch an die Versorger und zeigen sie den Nutzern an. Dadurch werden flexible Stromtarife möglich, bei denen sich die Preise je nach Verfügbarkeit von Wind- und Solarenergie anpassen. Kunden können so ihren Verbrauch anpassen, um Kosten zu sparen und die Netzbelastung zu verringern.
Die EnBW hat bereits über 200.000 intelligente Zähler in ihrem Netzgebiet installiert. Allein 2023 plant das Unternehmen, weitere 100.000 hinzuzufügen. Bundesweit sieht das Regierungsziel bis 2032 den Einbau von 30 Millionen Zählern in Privathaushalten und 12 Millionen in Gewerbeimmobilien vor.
Der Ausbau intelligenter Zähler soll die Stromkosten senken und die Netzstabilität verbessern. Mit der Installationspflicht für Großverbraucher und kürzeren Bearbeitungszeiten ab 2025 wird die Technologie in den kommenden Jahren zum Standard. Die vollständige Einführung soll bis 2032 abgeschlossen sein und nahezu alle Haushalte und Unternehmen umfassen.






