26 December 2025, 07:49

InnPro meldet Insolvenz an – was wird aus dem PV Marktplatz und den Arbeitsplätzen?

Ein Gebäude mit elektrischen Lampen, Masten, Namensschildern und Zimmerpflanzen.

InnPro meldet Insolvenz an – was wird aus dem PV Marktplatz und den Arbeitsplätzen?

Die InnPro Gesellschaft für Vermarktung Innovativer Produkte mbH hat beim Amtsgericht Stuttgart Insolvenz angemeldet. Der Schritt wirft Fragen zur Zukunft ihrer ehemaligen Plattform PV Marktplatz sowie der damit verbundenen Arbeitsplätze auf. Das 2011 gegründete Unternehmen hatte vor seinem finanziellen Zusammenbruch rund 450 Solarprojekte realisiert. Im Juli 2022 hatte Innpro PV Marktplatz als Vergleichsplattform für Direktinvestitionen in Photovoltaikprojekte gestartet. Der Service richtete sich vor allem an private und semi-professionelle Anleger, insbesondere solche, die von der steuerlichen Förderung durch die Investitionsabzugsbetrag-Regelung (IAB) profitieren wollten. Nur zwei Monate nach dem Launch verkaufte Innpro die Plattform im September 2022 an die Sunlife Group. Marc Hegemann, zuvor Vertriebsleiter bei Innpro, übernahm als Geschäftsführer die Leitung von PV Marktplatz unter dem Dach von Sunlife. Die Gruppe betreibt die Plattform seither über ihre Marketingtochter Sunlife-Sales, zu der auch weitere Tochterunternehmen wie Sunlife-Energy und Sunlife-Montage gehören. Am Montag gab Marc Schnieringer, Geschäftsführer von Innpro, die Insolvenzanmeldung bekannt, ohne jedoch Gründe für den Schritt zu nennen. Er bat um Geduld, während das Gericht einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Noch am selben Tag wurde der Rechtsanwalt Philipp Grub zum vorläufigen Verwalter ernannt. Unklar bleibt vorerst, wie es für die ehemaligen Mitarbeiter und Investoren weitergeht – die Plattform PV Marktplatz läuft unter der Regie von Sunlife jedoch weiter. Die Insolvenz markiert eine abrupten Wendepunkt für Innpro, das sich über ein Jahrzehnt auf die Entwicklung von Solarprojekten spezialisiert hatte. Während PV Marktplatz unter der Sunlife Group weiterhin betrieben wird, bleibt die Zukunft der mit Innpro verbundenen Personen ungewiss. Die nächsten Schritte des Gerichts werden zeigen, wie Gläubiger, Beschäftigte und Anleger betroffen sein werden.