28 March 2026, 10:27

Hyundai überholt Konkurrenten und wird drittstärkster Autoimporteur Deutschlands

Anzeige aus dem frühen 20. Jahrhundert mit einem Mann in Anzug und Krawatte in einem Auto, die die Installation von Unternehmens-Telefonen mit schwarzer Schrift auf einem hellgelben Hintergrund und blauem Himmel bewirbt.

Hyundai überholt Konkurrenten und wird drittstärkster Autoimporteur Deutschlands

Hyundai festigt Position als drittstärkster Importeur auf dem deutschen Automarkt

Hyundai hat zu Beginn des Jahres 2025 deutliche Fortschritte auf dem deutschen Automarkt gemacht und sich als drittstärkster Importeur etabliert. Die Marke führt damit unter den asiatischen Herstellern mit einem Marktanteil von 3,3 Prozent – angetrieben vor allem durch die starken Verkaufszahlen des Modells Tucson. Gleichzeitig steht die gesamte Automobilbranche vor einem herausfordernden Jahr, in dem Händler mit schrumpfenden Margen und sich wandelnden Kundennachfragen rechnen müssen.

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS-Magazins beleuchtet zudem zentrale Trends, darunter den Druck zur digitalen Transformation und die Notwendigkeit für Autohäuser, sich an das Wachstum von Elektrofahrzeugen und steigende Kostendrucke anzupassen.

Erfolgsfaktoren: Tucson und Hybrid-Strategie Hyundais jüngster Erfolg in Deutschland basiert auf den starken Absatzzahlen des SUV Tucson, der jährlich über 20.000 Einheiten verkauft. Ein für 2026 geplantes Facelift mit verbesserten Hybridvarianten hat die Nachfrage zusätzlich befeuert. Das Unternehmen strebt nun einen Marktanteil von 4 bis 5 Prozent bis 2030 an – gestützt auf besseres Marketing, technologische Innovationen und eine engere Zusammenarbeit mit den Händlern. Offizielle Bestätigungen für dieses Ziel stehen jedoch bis März 2026 noch aus.

Branche im Umbruch: Konzentration, Konsolidierung, Korrektur Die gesamte Automobilwirtschaft sieht sich indes weiterhin mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Für 2026 steht für Händler vor allem Resilienz im Fokus, wie Branchenexperten betonen. Drei zentrale Themen prägen die Diskussion: Konzentration, Konsolidierung, Korrektur. Besonders Volkswagen-Partner müssen ihre Marktposition angesichts steigender Kosten und des Umstiegs auf rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) verteidigen. Alexander Sauer-Wagner, ein Vertreter von Volkswagen, erörterte jüngst Strategien, um Rentabilität und Anpassungsfähigkeit in Einklang zu bringen.

Regulatorische Hürden und politische Vertretung Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bleibt ein komplexes Thema. Während kleinere Verstöße oft durch Unterlassungserklärungen bereinigt werden können, erfordern strengere Regelungen wie die Pkw-EnVKV (Verordnung über Verbraucherinformationen zu Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen) einen höheren Aufwand. Der Badisch-Württembergische Motorhandelverband setzt sich dafür ein, die Anliegen von Autohäusern und Werkstätten stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden, um die Position der Branche zu stärken.

Finanzpartner passen Strategien an Auch die mit Automobilherstellern verbundenen Finanzinstitute passen ihre Geschäftsmodelle an. 2026 werden Autobanken Kundenbindung durch verbesserte Produkte, effizientere Prozesse und moderne digitale Lösungen priorisieren. Die AUTOHAUS-Verkaufsstudie 2025 unterstreicht zudem, dass Händler ihre Online-Präsenz ausbauen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Aktuelle Ausgabe mit Branchenanalysen verfügbar Die jüngste Ausgabe des AUTOHAUS-Magazins (Nr. 23–24/2025) liegt nun in digitaler und hybrider Form vor – inklusive Inhalten der asp AUTO SERVICE PRAXIS. Die Publikation geht detailliert auf die Branchenveränderungen ein und bietet Händlern Orientierung in einem schwierigen Marktumfeld.

Fazit: Wachstum trotz Unsicherheiten Hyundais Aufschwung in Deutschland spiegelt eine starke Modellpalette und eine klare strategische Ausrichtung wider, auch wenn das langfristige Marktanteilsziel noch nicht offiziell bestätigt ist. Für die gesamte Branche steht jedoch ein Jahr der finanziellen Vorsicht und digitalen Anpassung bevor. Mit regulatorischen Herausforderungen, der zunehmenden Verbreitung von BEVs und dem Zwang zu schlankeren Strukturen wird 2026 die Fähigkeit der Unternehmen auf die Probe stellen, Rentabilität und Wandel in Einklang zu bringen. Entscheidend wird sein, wie Händler ihre Online-Verkaufsstrategien optimieren und die Kundenbindung stärken – um den anstehenden Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.

Quelle