11 January 2026, 04:47

Hunderte fordern in Reutlingen Freiheit und faire Wahlen – doch wer steht dahinter?

Eine Person in der Nähe hält eine Schilder mit Aufschrift, steht auf dem Boden, während andere Menschen im Hintergrund Schilder halten, was auf eine Demonstration hinweist.

Hunderte fordern in Reutlingen Freiheit und faire Wahlen – doch wer steht dahinter?

Rund 200 bis 300 Menschen gingen am Samstag in Reutlingen auf die Straße, um an einer Demonstration der Bewegung 'Baden-Württemberg steht auf' teilzunehmen. Die Demonstranten trugen deutsche Flaggen und selbstgemachte Schilder, auf denen sie Frieden, Freiheit und den Schutz der Wahlfreiheit forderten.

Die Kundgebung begann mit einem Marsch durch die Innenstadt, bei dem die Teilnehmer Parolen für bürgerliche Freiheitsrechte skandierten. Viele Plakate zeigten Friedenssymbole wie Tauben, andere trugen provokantere Botschaften – eines lautete 'Wer die Altparteien wählt, wählt den Krieg', ein Slogan, der häufig mit der rechtspopulistischen AfD in Verbindung gebracht wird.

Mitorganisatorin Petra Nagel richtete sich an die Menge und rief dazu auf, die Proteste 'friedlich, aber laut' zu gestalten. Gleichzeitig äußerte sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Politikern und nannte dabei explizit Friedrich Merz. Ein zentrales Thema war die Sorge vor möglichen Einschränkungen der Wahlfreiheit, darunter auch neue Regelungen zur Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche. Der Demonstrationszug endete am Marktplatz, begleitet von einer kleinen Polizeipräsenz. Größere Zwischenfälle blieben aus.

Die Kundgebung spiegelte eine wachsende Verunsicherung über politische Transparenz und persönliche Freiheitsrechte wider. Die Veranstalter betonten die Bedeutung öffentlichen Widerspruchs bei gleichzeitiger Wahrung der Ordnung. Die Demonstration verlief ohne Störungen und hinterließ die Innenstadt wieder in Ruhe.