01 February 2026, 10:35

Hockenheimring: Warum die Formel 1 nie mehr zurückkehrt

Eine Gruppe von Menschen feiert um ein Formel-E-Rennfahrzeug auf einer Rennstrecke, mit einem Stadion voller Zuschauer im Hintergrund, unter einem klaren blauen Himmel.

Hockenheimring: Warum die Formel 1 nie mehr zurückkehrt

Formel 1 kehrt nicht zum Hockenheimring zurück nach der Ablehnung der Landesförderung. Die Hoffnungen auf eine Rückkehr des Rennens sind damit begraben, zuletzt fand es 2019 statt. Politiker argumentierten, dass das Event die lokale Wirtschaft beleben könnte, aber die hohen Kosten waren ein unüberwindliches Hindernis.

Das letzte Formel-1-Rennen am Hockenheimring fand 2019 statt. Seitdem scheiterten alle Versuche einer Rückkehr aufgrund der exorbitanten Kosten von 20 bis 30 Millionen Euro pro Rennen. Ohne Landesmittel konnten die Veranstalter die Ausgaben nicht decken.

Thomas Hagel, Spitzenkandidat der CDU, behauptete, dass die Rückkehr der Formel 1 die gesamte Region wirtschaftlich stärken würde. Es gibt jedoch keine direkten Belege dafür, dass die Schließung der Rennstrecke zu Arbeitsplatzverlusten oder wirtschaftlichen Problemen vor Ort geführt hat. Obwohl Baden-Württemberg und die Rhein-Neckar-Region mit steigender Arbeitslosigkeit – aktuell bei 4,6 Prozent im Jahr 2025 – und schwacher Industriekonjunktur kämpfen, scheinen allgemeine Wirtschaftstrends eher dafür verantwortlich zu sein als das Fehlen des Rennsports. Ein Viertel der Metallverarbeitungsbetriebe in der Region plant Entlassungen, aber diese Probleme bestanden bereits vor dem Wegfall der Formel 1.

Mit der Absage der Landesförderung bleibt die Formel-1-Zukunft des Hockenheimrings ungewiss. Hohe Kosten und fehlende finanzielle Unterstützung vereitelten bereits früher alle Wiederbelebungsversuche. Fürs Erste muss die Region andere Wege finden, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.