Hitzewelle und Erntezeit: Warum Brandenburgs Straßen jetzt besonders leiden
Brigitta SchülerHitzewelle und Erntezeit: Warum Brandenburgs Straßen jetzt besonders leiden
In Brandenburg hat die Getreideernte begonnen – und mit ihr nimmt der landwirtschaftliche Verkehr auf den Straßen zu. Landwirte und Verkehrsbehörden warnen vor einer zusätzlichen Belastung der Regionalstraßen während der anhaltenden Hitzewelle.
Der Landesbauernverband äußert Besorgnis über mögliche Straßenschäden. Bei extremen Temperaturen können Fahrbahnoberflächen über 60°C heiß werden, wodurch der Bindemittelanteil im Asphalt weich wird. Die Folge sind Verformungen wie Spurrinnen, Aufwölbungen oder lockere Fahrbahnstücke.
Das Verkehrsministerium hat Leitlinien für Fahrer schwerer Fahrzeuge herausgegeben. Sie sollten ihre Routen sorgfältig planen und Fahrten nach Möglichkeit in die kühleren Tageszeiten verlegen. Lockere Asphalt- und Schotterstellen auf frisch instand gesetzten Abschnitten erhöhen insbesondere für Motorradfahrer das Unfallrisiko.
Autofahrer werden aufgefordert, auf stark befahrenen Strecken das Tempo zu reduzieren und unnötige Belastungen der Fahrbahnoberfläche zu vermeiden. Die Warnungen zielen darauf ab, weitere Schäden zu verhindern und die Sicherheit während der Erntezeit und der Hitzewelle zu gewährleisten.
