Henne Henrietta flüchtet in Münchner Hauptbahnhof – und wird zur Internet-Sensation
Gerfried ThiesHenne Henrietta flüchtet in Münchner Hauptbahnhof – und wird zur Internet-Sensation
Henne Henrietta sorgt für Aufsehen nach Fund zwischen Gleisen am Münchner Hauptbahnhof
Letzten Freitagabend löste eine Henne namens Henrietta eine kleine Sensation aus, als sie zwischen den Gleisen des Münchner Hauptbahnhofs entdeckt wurde. Das Tier, das für seine ungewöhnliche Angewohnheit bekannt ist, in Lieferwagen zu 'trampen', wurde von Bundespolizisten sicher geborgen und später an eine lokale Vogelrettungsstation übergeben.
Henriettas Abenteuer begann, als sie in der Nähe der Bahnschienen umherlief. Beamte der Bundespolizei griffen schnell ein, fingen sie ein und nahmen sie vorläufig in Obhut. Drei Tage lang kümmerten sie sich um das Tier, fütterten es mit Haferbrei und gaben ihr sogar den Namen Henrietta.
Nach ihrem Aufenthalt bei der Polizei wurde die Henne an den Vogelnotdienst Olching, eine Organisation für Vogelrettung, übergeben. Dort kümmerte sich der Leiter Gerhard Wendl weitere drei Tage um sie. Gleichzeitig lief die Suche nach ihrer Besitzerin auf Hochtouren.
Rund 20 Menschen hatten sich gemeldet, um Henrietta ein neues Zuhause anzubieten. Doch schließlich konnte die tatsächliche Halterin ausfindig gemacht werden – eine junge Frau, die Hühner als Hobby hält. Wie sich herausstellte, hatte sie bereits zuvor vor Henriettas Neigung gewarnt, in offene Lieferwagen zu hüpfen. Dies erklärt vermutlich, wie das Huhn am Bahnhof landete.
Ähnliche Vorfälle sind in Deutschland in den letzten Jahren selten geblieben. Medienberichte nennen nur wenige Fälle, etwa eine Katze, die 2024 in einem DHL-Paket in Bayern entdeckt wurde, oder eine weitere, die 2025 in einem Lieferwagen auf dem Weg nach Berlin gefunden wurde. Offizielle Statistiken gibt es nicht, doch es gibt keine Hinweise auf Dutzende solcher Ereignisse.
Mittlerweile ist Henrietta wieder mit ihrer Besitzerin vereint und ihr unerwartetes Abenteuer hat ein glückliches Ende gefunden. Der Fall zeigt, wie Tiere gelegentlich auf ungewöhnliche Weise an unerwartete Orte gelangen – auch wenn solche Vorfälle nach wie vor selten sind. Dank des Einsatzes von Behörden und Rettern kehrte Henrietta nach einem kurzen, aber ereignisreichen Aufenthalt in München wohlbehalten zurück.