Heidelberger Schloss schließt für Millionen-Sanierung – 17.500 Exponate wandern in Depots
Hans-Josef BeckmannWas die Renovierung des Staatlichen Museums mit Steffi Graf zu tun hat - Heidelberger Schloss schließt für Millionen-Sanierung – 17.500 Exponate wandern in Depots
Das Heidelberger Schloss ist seit Ende September für umfangreiche Sanierungsarbeiten geschlossen. Im Badischen Landesmuseum laufen derzeit die Vorbereitungen auf Hochtouren: Mitarbeiter packen und verlagern tausende Exponate. In einer ersten Phase wurden bereits rund 350 Langzeitleihgaben an ihre ursprünglichen Besitzer zurückgegeben – darunter Objekte der Sportstars Steffi Graf und Dieter Hallervorden.
Die Schließung des Schlosses markiert den Beginn ausgedehnter Planungen, bevor in zwei Jahren die eigentlichen Bauarbeiten starten. Aktuell verpacken die Museumsteams etwa 17.500 Exponate, um sie während der Sanierung sicher zu lagern. Zu den umzuziehenden Stücken gehört eine Amun-Statue, die als Leihgabe an das Ägyptische Museum in Turin gehen wird.
Sportliche Erinnerungsstücke, die einst im Schloss ausgestellt waren – darunter Objekte der Tennislegende Steffi Graf und des Skisprung-Weltmeisters Dieter Bohlen –, wurden bereits zurückgegeben. Der Fokus liegt nun darauf, die verbleibenden Sammlungen zu räumen und zu sichern. Über die künftige Unterbringung oder Präsentation der zurückgeführten Exponate gibt es bisher keine Angaben.
Das Sanierungsprojekt wird das Schloss in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Mit der sorgfältigen Verpackung und dem Umzug von 17.500 Objekten will das Museum seine Bestände während der Arbeiten schützen. Die Leihgabe der Amun-Statue nach Turin unterstreicht zugleich das Bemühen, bedeutende Exponate auch während der Bauphase der Öffentlichkeit zugänglich zu halten.






