Heidelberg und Mannheim fusionieren ihre medizinischen Fakultäten bis 2027
Hans-Josef BeckmannHeidelberg und Mannheim fusionieren ihre medizinischen Fakultäten bis 2027
Die Universität Heidelberg wird ihre beiden medizinischen Fakultäten in Heidelberg und Mannheim bis Januar 2027 zusammenführen. Mit diesem Beschluss entsteht eine der größten medizinischen Fakultäten Deutschlands, die Forschung, Lehre und Patientenversorgung deutlich stärken wird. Gleichzeitig festigt die Fusion den Ruf der Region als führenden Standort für Medizin und Lebenswissenschaften.
Die beiden Standorte – die Medizinische Fakultät Heidelberg und die Medizinische Fakultät Mannheim – werden unter einer gemeinsamen Struktur vereint. Beide bleiben jedoch mit ihren etablierten Studiengängen erhalten: MaReCuM in Mannheim und HeiCuMed in Heidelberg. Ziel der fusionierten Fakultät ist es, die Grundlagenforschung, klinische Praxis und den Wissensaustausch zwischen den Standorten zu optimieren.
Durch eine standortübergreifende Planung sollen Forschung, Lehre und die medizinische Versorgung künftig besser koordiniert werden. Zudem wird die Health & Life Science Alliance Heidelberg Mannheim gestärkt – ein Innovationscampus, der Spitzenforscher anziehen und die medizinische Ausbildung weiterentwickeln soll. Die offizielle Umsetzung der Fusion ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen.
Die Universitätsleitung begrüßt die Entscheidung einhellig. Die Rektorin der Universität Heidelberg dankte dem Land und den beteiligten Ministerien für ihre Unterstützung. Prof. Dr. Michael Boutros, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg, betonte, dass die Allianz Forschungsergebnisse schneller in die klinische Praxis überführen werde. Prof. Dr. Sergij Goerdt, Dekan der Medizinischen Fakultät Mannheim, ergänzte, dass die Fusion eine zukunftssichere und hochwertige Ärzteausbildung gewährleiste.
Die vereinte Fakultät wird zu einer der prägenden Kräfte in der deutschen Medizin avancieren – mit verbesserten Forschungsmöglichkeiten und einer gestärkten medizinischen Lehre. Gleichzeitig steigt die internationale Strahlkraft der Metropolregion Rhein-Neckar und des Landes Baden-Württemberg. Beide Universitäten erwarten, dass Studierende, Forscher und Patienten in den kommenden Jahren gleichermaßen von der Allianz profitieren werden.






