30 January 2026, 05:14

Heidelberg Pharma erreicht Meilenstein mit Takeda in der Krebsforschung

Ein weißes Fläschchen mit der Aufschrift "Inaktivierter S-Voc-2A2", das eine klare Flüssigkeit enthält und auf einem weißen Tisch steht.

Heidelberg Pharma erreicht Meilenstein mit Takeda in der Krebsforschung

Heidelberg Pharma AG erreicht Meilenstein in Partnerschaft mit Takeda

Das Unternehmen Heidelberg Pharma AG hat einen weiteren wichtigen Schritt in seiner Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern Takeda verkündet: Nach der ersten Verabreichung eines Wirkstoffs an einen Patienten im Rahmen einer Phase-I/II-Studie auf Basis der hauseigenen ATAC-Technologie fließt eine entsprechende Zahlung. Dies unterstreicht den Fortschritt der Biotech-Firma bei der Entwicklung innovativer Krebstherapien.

Im Mittelpunkt der Studie steht ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das mit einem Toxin aus dem Knollenblätterpilz kombiniert wird. Erste Ergebnisse deuten auf vielversprechende Ansätze hin: Hohe Wirkstoffkonzentrationen wurden erreicht, ohne dass schwere Nebenwirkungen auftraten.

Die Meilenstein-Zahlung von Takeda folgt auf die erfolgreiche erste Dosierung im laufenden Studienprogramm. Mit der ATAC-Plattform, die gezielte Antikörper mit hochwirksamen Toxinen verbindet, ist Heidelberg Pharma nun auch in der klinischen Erprobung mit einem Partner vertreten. Zudem entwickelt das Unternehmen zwei eigene ATAC-basierte Wirkstoffkandidaten – insgesamt befinden sich damit drei Programme in der klinischen Phase.

Dr. Dongzhou Jeffery Liu, der am 24. November 2025 die Geschäftsführung von Heidelberg Pharma übernahm, begrüßte die Fortschritte. Zuvor war er als Chief Scientific Officer und Präsident für die globale Entwicklung bei Huadong Medicine in Hangzhou, China, tätig. Er betonte die Bedeutung des Vorhabens mit Takeda und bezeichnete es als Bestätigung für das Potenzial der ATAC-Technologie.

Die bisherigen Studiendaten stimmen optimistisch: Bei mit dem ADC behandelten Patienten wurden hohe Toxin-Konzentrationen in den Tumoren nachgewiesen, ohne dass schwerwiegende unerwünschte Wirkungen auftraten. Unter den ersten vier Teilnehmern zeigten zwei sogar eine komplette Remission – ein starkes Indiz für die Wirksamkeit der Therapie.

Die Zahlung spiegelt auch das allgemeine Wachstum von Heidelberg Pharma wider. Neben der eigenen Pipeline verzeichnet das Unternehmen nun auch durch Partnerschaften Erfolge und festigt damit seine Position im Bereich zielgerichteter Krebstherapien.

Die Meilenstein-Zahlung unterstreicht Takedas Engagement für das ATAC-Programm und dessen klinische Entwicklung. Mit drei ATAC-basierten Kandidaten in der Erprobung baut Heidelberg Pharma seine Präsenz in der Onkologie weiter aus. Die nächsten Schritte konzentrieren sich auf die weitere klinische Validierung und mögliche regulatorische Fortschritte.