Hannovers Hauptbahnhof wartet vergeblich auf Ausbau – wer blockiert die Millionen?
Hans-Josef BeckmannHannovers Hauptbahnhof wartet vergeblich auf Ausbau – wer blockiert die Millionen?
Pläne für den Ausbau des Hannover Hauptbahnhofes bleiben wegen fehlender Finanzierung auf Eis
Die Pläne zum Ausbau des Hannover Hauptbahnhofes kommen wegen ausstehender Mittel nicht voran. Das Vorhaben, das zwei neue Gleise und einen zusätzlichen Bahnsteig vorsieht, war von der Deutschen Bahn bereits im März vorgeschlagen worden. Nun wirft die Grünen-Expertin Swantje Michaelsen der Bundesregierung vor, die Umsetzung zu verzögern.
Die Deutsche Bahn hatte ihre Ausbaupläne für den Hannover Hauptbahnhof Anfang dieses Jahres vorgestellt. Geplant sind die neuen Gleise 15 und 16 sowie ein weiterer Bahnsteig, um die Überlastung zu verringern. Der Bahnhof verzeichnet täglich über 260.000 Reisende und rund 750 Züge – ein zentraler Knotenpunkt für Norddeutschland.
Trotz des dringenden Bedarfs wurden in den jüngsten Gesprächen zwischen der Bundesregierung und der DB InfraGO keine Bahnprojekte in die nächste Planungsphase überführt. Michaelsens Büro bestätigte den Stillstand. Sie bezeichnete die Finanzierungslücke als „Skandal“ und betonte, dass die zusätzlichen Gleise entscheidend seien, um Engpässe abzubauen.
Auch das Bündnis Allianz pro Schiene kritisierte die mangelnde Unterstützung für die Schienenmodernisierung. Die Situation sei „unlogisch“, hieß es vonseiten der Initiative. Unterdessen setzt sich das Bundesverkehrsministerium in den laufenden Haushaltsverhandlungen für höhere Mittel ein.
Ohne gesicherte Finanzierung bleibt der Ausbau des Hannover Hauptbahnhofes vorerst blockiert. Michaelsen und andere Befürworter fordern die Regierung weiterhin zum Handeln auf. Ohne Fortschritte werden sich die Kapazitätsprobleme und die Überlastung des Bahnhofs weiter verschärfen.






