18 June 2026, 14:17

Handwerk in Sachsen-Anhalt kämpft mit sinkenden Umsätzen und Stellenabbau

Handwerk startet ins Jahr schwach

Handwerk in Sachsen-Anhalt kämpft mit sinkenden Umsätzen und Stellenabbau

Eine aktuelle Umfrage der Handwerkskammer Magdeburg zeigt eine weit verbreitete Verunsicherung im Handwerkssektor. Die im Mai veröffentlichten Ergebnisse deuten auf eine zunehmende finanzielle Belastung und ein schwindendes Vertrauen der Unternehmen hin. Vorläufige Daten des Statistischen Landesamtes bestätigen diese Sorgen für Sachsen-Anhalt.

Die Branche ächzt unter steigenden Kosten: Die Beschaffungspreise für Energie und Treibstoffe sind gestiegen, während Bürokratie, Steuern und Sozialabgaben zusätzlich belasten. Die wirtschaftliche Schwächephase führt dazu, dass viele Betriebe Investitionen verschieben – mangels Planungssicherheit.

Im Baugewerbe Sachsen-Anhalts sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 12 Prozent. Auch Kfz-Werkstätten, das Nahrungsmittelhandwerk und gesundheitsnahe Handwerksberufe verzeichneten rückläufige Umsätze. Selbst konsumnahe Branchen wie Friseure und Fotografen meldeten trotz gestiegener Verkäufe sinkende Beschäftigtenzahlen.

Die Stellenstreichungen betreffen alle Handwerkszweige in der Region. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich über Sachsen-Anhalt hinaus: Der Sächsische Handwerkstag spricht von einer Abwärtsspirale bei seinen Mitgliedern.

Bundesweit fordern Handwerksvertreter nun politische Reformen, um die Krise der Branche zu bewältigen. Die Kombination aus finanziellen Belastungen und Arbeitsplatzverlusten deutet auf eine schwierige Phase hin. Die Unternehmen sehen sich weiterhin einer instabilen Wirtschaftslage gegenüber – mit kaum Anzeichen für eine baldige Entspannung.

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