30 May 2026, 20:20

Hammerbande-Chefin Lina E. überraschend auf freien Fuß gesetzt

Frühzeitig entlassene deutsche Linksextremistin Lina E.

Hammerbande-Chefin Lina E. überraschend auf freien Fuß gesetzt

Die Anführerin der linksextremen Militantengruppe Hammerbande, Lina E., ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Sie verbüßte etwa zwei Drittel ihrer fünfjährigen Haftstrafe, bevor der Bundesgerichtshof (BGH) ihre Freilassung bewilligte. Die Entscheidung hat die Debatte darüber neu entfacht, wie Deutschland mit politisch motivierter Gewalt aus unterschiedlichen ideologischen Lagern umgeht.

Lina E. war im März 2025 wegen Gründung und Führung einer kriminellen Vereinigung verurteilt worden. Die Hammerbande verübte zwischen 2018 und 2020 gewalttätige Überfälle, vor allem auf mutmaßliche Rechtsextremisten und Neonazis in Sachsen und Thüringen. Die Mitglieder setzten dabei Waffen wie Hämmer, Metallstangen und Pfefferspray ein und fügten ihren Opfern schwere Verletzungen zu.

Ihr Prozess vor dem Oberlandesgericht Dresden fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, da mit Ausschreitungen und politischen Unruhen gerechnet wurde. Nach dem Urteil kam es in mehreren Städten zu Protesten, die in Auseinandersetzungen mit der Polizei und Sachbeschädigungen mündeten.

Das Gericht begründete die vorzeitige Entlassung mit ihrem guten Verhalten in Haft, einer glaubhaften Abkehr von Gewalt und einer positiven Prognose für ihr zukünftiges Verhalten. Lina E. hatte bereits Untersuchungshaft verbüßt, bevor sie zu einer Strafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt wurde.

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Die Entscheidung stößt auf Kritik, insbesondere von denen, die darin eine Ungleichbehandlung von linker und rechter politischer Gewalt in Deutschland sehen. Lina E. muss keine weitere Haftstrafe verbüßen, doch die juristischen und politischen Diskussionen um ihren Fall dauern an. Die Freilassung folgt einem Muster, bei dem bestimmte Straftäter vorzeitig entlassen werden – abhängig von ihrem Verhalten und dem eingeschätzten Rückfallrisiko.

Quelle