Halles Thalia-Theater wird zum lebendigen Zentrum für freie Künste und Jugendkultur
Hans-Josef BeckmannHalles Thalia-Theater wird zum lebendigen Zentrum für freie Künste und Jugendkultur
Das ehemalige Thalia-Theater in Halle (Saale) soll zu einem zentralen Ort für freie Künste und Jugendengagement werden. Die Stadt plant, im Rahmen eines Bundesförderprogramms für Kultur bis zu 600.000 Euro für die Umgestaltung des Hauses zu beantragen.
Das Gebäude ist Teil eines einzigartigen Kulturviertels in der Stadt und hat sich bereits zu einem wichtigen Raum für die lokale Kunstszene entwickelt, wie Dr. Judith Marquardt, die stellvertretende Bürgermeisterin für Kultur und Sport, betont. Um dies weiter auszubauen, arbeitet die Stadt mit TOOH, den Freien Spielstätten Halle e.V. und der unabhängigen Kunstcommunity zusammen.
TOOH wird das Theater bis 2028 jeweils sechs Monate im Jahr nutzen und dort Projekte aus verschiedenen künstlerischen Disziplinen veranstalten. Ein Pilotprojekt, das im September 2026 startet, soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, den Ort mit eigenen Ideen zu prägen. Bürgermeister Dr. Alexander Vogt unterstrich, wie wichtig es sei, ihnen Freiraum für Experimente und eigene Akzente zu bieten.
Die Fördergelder fließen auch in dringende Maßnahmen wie die Modernisierung der Infrastruktur und Brandschutzverbesserungen. Unterstützt wird das Vorhaben vom Bundesprogramm „Übermorgen – Neue Modelle für Kultureinrichtungen“ der Kulturstiftung des Bundes.
Das ehemalige Thalia-Theater bleibt jungen Menschen und kommunalen Kulturprojekten offen. Seine Rolle als tragende Säule der Halleschen Freien Szene soll weiter wachsen. Mit dem Förderantrag sichert die Stadt die Zukunft des Hauses als lebendigen Kulturort.
