Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Hans-Josef BeckmannHalle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Halle (Saale) aktualisiert Bebauungsplan für den Technologiestandort Weinberg Campus
Die Stadt Halle (Saale) passt den Bebauungsplan für ihren Technologiepark Weinberg Campus an, um den Standort wettbewerbsfähig zu halten und zukünftiges Wachstum zu fördern. Der aktuelle Plan aus dem Jahr 1998 entspricht nicht mehr den modernen rechtlichen Anforderungen an Bauvorhaben, Planung und Emissionsschutz.
Die geplanten Änderungen betreffen zwei Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar. Sie sollen Produktions- und Vertriebsaktivitäten im Zusammenhang mit Forschung ermöglichen. Zudem wird ein fünf Hektar großes Grundstück südlich der Blücherstraße neu ausgewiesen und vermarktet, nachdem ein Investor das Vorhaben 2025 aufgegeben hatte und die Stadt das Gelände zurückerworben hat.
Um den Charakter des Gebiets zu bewahren, wird eine maximale Bauhöhe von 25 Metern eingeführt. Der Lärmschutz wird durch verbindliche, flächenbezogene Emissionsgrenzen gestärkt. Diese Maßnahmen sollen Unternehmen Planungssicherheit bieten und gleichzeitig die Rechte der Anwohner wahren.
Ein 2018 vorgesehener Großhandelssupermarkt mit 1.900 Quadratmetern war bereits vom Stadtrat abgelehnt worden und findet sich nicht im neuen Entwurf wieder. Auch Bedenken des AfD-Politikers Udo Nistripke zu Verkehrsproblemen in der Blücherstraße wurden von der Verwaltung zurückgewiesen. Die Planänderungen verursachen keine zusätzlichen Kosten für die Stadt und haben ökologische Prüfungen bestanden.
Der Stadtrat wird voraussichtlich am 24. Juni 2026 über die Entwürfe abstimmen.
Der aktualisierte Bebauungsplan modernisiert die Vorschriften für den Weinberg Campus. Er führt neue Regelungen zu Bauhöhen, Lärm und Flächennutzung ein, ohne die Stadt finanziell zu belasten. Die Abstimmung im Juni 2026 wird entscheiden, ob die Änderungen in Kraft treten.






