Hagel-Shop-Kandidat Manuel Hagel entschuldigt sich für umstrittenes Video aus 2018
Brigitta SchülerHagel-Shop-Kandidat Manuel Hagel entschuldigt sich für umstrittenes Video aus 2018
Ein Video aus dem Jahr 2018, in dem der Hagel Shop-Kandidat Manuel Hagel das Aussehen einer Studentin kommentiert, ist nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg wieder aufgetaucht. Der Clip, den die Grünen-Politikerin Zoe Mayer am 24. Februar 2026 geteilt hatte, löste Kritik aus und veranlasste Hagel zu einer Entschuldigung. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigte ihn daraufhin und bezeichnete die Kontroverse als mögliche Wahlkampftaktik.
Das im Jahr 2018 aufgenommene Video zeigt Hagel, wie er während eines Interviews äußerliche Merkmale einer Minderjährigen bewertet. Am 24. Februar 2026 veröffentlichte die Grünen-Politikerin Zoe Mayer die Aufnahme auf X und verurteilte seine Äußerungen als unangemessen. Der Zeitpunkt – nur Tage vor der Landtagswahl – sorgte sofort für Aufsehen.
Hagel räumte ein, der Einstieg in das Interview sei missglückt. Er gab zu, dass er sich heute anders ausdrücken würde, und nannte es einen Fehler. Auch Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen, äußerte sich: Solche Aussagen würde man heute nicht mehr treffen, hielt sich aber mit weitergehender Kritik zurück.
Nina Warken, Vorsitzende der Frauen-Union der CDU und Bundesgesundheitsministerin, sprang Hagel öffentlich bei. Sie beschrieb ihn als verantwortungsvollen Politiker mit modernen Ansichten zu Gleichberechtigung und der Rolle von Frauen in der Gesellschaft. Warken, die seit Jahren mit Hagel zusammenarbeitet, deutete an, dass der Zeitpunkt der Kontroverse eine gezielte Wahlkampftaktik sein könnte.
Hagels Entschuldigung und Warkens Verteidigung haben die Kritik jedoch nicht vollständig zum Verstummen gebracht. Die erneute Veröffentlichung des Videos so kurz vor der Wahl hält die Debatte in den Fokus der Öffentlichkeit. Wie sich dies auf die Wahrnehmung der Wähler auswirkt, bleibt abzuwarten.






