GZ Kehl verzeichnet 2025 Rekord bei grenzüberschreitenden Sicherheitsanfragen
Brigitta SchülerGZ Kehl verzeichnet 2025 Rekord bei grenzüberschreitenden Sicherheitsanfragen
Gemeinsames Deutsch-Französisches Polizeiliches und Zollkooperationszentrum (GZ) in Kehl verzeichnet 2025 neuen Rekord
Das Gemeinsame Deutsch-Französische Polizeiliche und Zollkooperationszentrum (GZ) in Kehl hat im Jahr 2025 einen neuen Rekord aufgestellt: Die Einrichtung bearbeitete 23.327 Anfragen – ein Anstieg von fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser deutliche Zuwachs unterstreicht die wachsende Nachfrage nach grenzüberschreitender Sicherheitszusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.
Das GZ Kehl, 1999 gegründet, dient als zentraler Knotenpunkt für den Austausch von Daten und Nachrichtendienstinformationen. Sechs französische und deutsche Behörden arbeiten dort zusammen, unterstützt von rund 60 Mitarbeitenden. Ihr Aufgabenbereich umfasst Verkehrs- und Personenkontrollen, die Absicherung großer Veranstaltungen, Grenzüberwachung sowie gemeinsame Ermittlungen in Strafsachen.
Doch die Rolle des Zentrums beschränkt sich nicht auf den Routinebetrieb. Es spielt auch eine entscheidende Rolle in Notfällen – etwa bei der Suche nach Vermissten oder der Wiederbeschaffung gestohlener Fahrzeuge. Die steigende Anzahl der Anfragen spiegelt die vertiefte Zusammenarbeit in der Grenzregion wider. Bereits im Vorjahr waren es 21.308 Anfragen gewesen – ein hoher Wert, doch die Zahlen von 2025 bestätigen den anhaltenden Aufwärtstrend. Behördenvertreter führen dies auf eine engere Verzahnung und beschleunigte Informationsweitergabe zwischen deutschen und französischen Stellen zurück.
Die Rekordzahl der Anfragen beweist die wachsende Bedeutung des Zentrums. Die grenzüberschreitenden Sicherheitsbemühungen in der Region stützen sich heute mehr denn je auf den schnellen Austausch von Erkenntnissen. Das GZ Kehl bleibt damit ein unverzichtbares Bindeglied in der deutsch-französischen Polizeizusammenarbeit.