11 May 2026, 10:29

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Landesführung nach Wahlniederlage

Zwei Frauen sprechen an einem Rednerpult mit Mikrofon, einem Bildschirm und Blumen bei einer Grünen-Veranstaltung.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Landesführung nach Wahlniederlage

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben nach dem Rückschlag bei der Landtagswahl im März erstmals eine rein weibliche Landesführung gewählt. Die Partei erreichte nur 7,9 Prozent der Stimmen und verlor damit nach 15 Jahren ihren Platz in der Landesregierung. Mit zehn Sitzen im neuen Landtag bereiten sie sich nun auf ihre Rolle als Opposition vor.

Das neue Führungsteam besteht aus Carolin Cloos und Christin Sauer, die beide mit deutlicher Unterstützung gewählt wurden. Cloos, die aus Worms stammt, erhielt 72,28 Prozent der Stimmen, während Sauer – eine 33-jährige Politikerin aus Mainz – die absolute Mehrheit erreichte. Sauer ist seit 2019 Stadträtin in Mainz und leitete zuvor den örtlichen Grünen-Kreisverband.

Die Partei hat klar gemacht, dass sie sich nicht leise in die Opposition zurückziehen wird. Katrin Eder wird die Fraktion in Mainz anführen und die neu gebildete große Koalition in zentralen Fragen herausfordern. Die Grünen wollen Regierungsentscheidungen kritisch begleiten, politische Rückschritte verhindern und enger mit den Wählerinnen und Wählern in Dialog treten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Sauer skizzierte ein langfristiges Ziel: das Vertrauen in die grüne Politik zurückzugewinnen und bis 2031 in die Regierung zurückzukehren. Die Strategie der Partei umfasst die Führung öffentlicher Debatten und die Kontrolle der Koalition. Mit einem Jahrzehnt Vorlauf wollen sie ihren politischen Einfluss im Land neu gestalten.

Die Grünen verfügen nun über zehn Sitze im Landtag – ein deutlicher Wandel gegenüber ihrer früheren Regierungsbeteiligung. Die neue, rein weibliche Führung wird sich auf Oppositionsarbeit, politische Debatten und die Rückgewinnung der Wählergunst konzentrieren. Die nächste Herausforderung der Partei besteht darin, bis zur Wahl 2031 wieder an Boden zu gewinnen.

Quelle