GFT Technologies mit Wachstum trotz sinkender Gewinne durch KI-Investitionen
Gerfried ThiesSoftware-Anbieter GFT erholt sich nach Gewinnrückgang - GFT Technologies mit Wachstum trotz sinkender Gewinne durch KI-Investitionen
GFT Technologies verzeichnet gemischte Finanzzahlen für 2025
GFT Technologies hat für das Jahr 2025 durchwachsene Geschäftszahlen vorgelegt. Zwar stieg der Umsatz leicht auf 888 Millionen Euro, doch der Nettogewinn brach um 29 Prozent auf knapp 33 Millionen Euro ein. Als Gründe für den Gewinnrückgang nannte das Unternehmen hohe Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) sowie Umstrukturierungsmaßnahmen in Großbritannien.
Besonders stark entwickelte sich der Versicherungsbereich des Unternehmens: Hier kletterten die Erlöse um 15 Prozent – angetrieben durch spezialisierte KI-gestützte Softwarelösungen und neue Partnerschaften. Dennoch bleibt GFT im Vergleich zu Konkurrenten wie Capgemini und Accenture, die ein breiteres Angebot an Unternehmensdienstleistungen vorweisen, deutlich kleiner.
Der Umsatz mit Bankkunden ging hingegen um 2 Prozent zurück. Dennoch verzeichnete der Industrie- und Sonstiges-Bereich fast ebenso starke Zuwächse wie der Versicherungssektor. Insgesamt wuchs der Gesamtumsatz des Unternehmens um 2 Prozent und übertraf damit knapp die im Laufe des Jahres nach unten korrigierten Finanzziele.
Strategische Investitionen belasten die Gewinnmarge
GFT-Chef Marco Santos führte den Gewinnrückgang vor allem auf die laufenden Investitionen in KI und die digitale Transformation zurück. Gleichzeitig betonte er die Fokussierung des Unternehmens auf cloudbasierte Versicherungsplattformen. Für 2026 erwartet Santos ein weiteres Umsatzwachstum sowie eine leichte Erholung der Gewinne.
Die Bilanz für 2025 spiegelt eine Phase des Wandels wider: Während das Versicherungsgeschäft florierte, gaben die Bankerlöse nach, und die Gewinne litten unter den strategischen Ausgaben. Mit Plänen für eine weitere Expansion im KI- und Cloud-Bereich blickt das Unternehmen jedoch optimistisch auf eine verbesserte finanzielle Performance im kommenden Jahr.






