18 December 2025, 13:03

Gericht erlaubt umstrittene Atommüll-Lagerung in Philippsburg weiter

Ein Fabrikinnenraum mit Trägern, einer Treppe, Geländer, Behältern, Lampen, Rohren und Wänden.

VGH bestätigt Lagerung von Atommüll in Philippsburg - Gericht erlaubt umstrittene Atommüll-Lagerung in Philippsburg weiter

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Lagerung von Atommüll in Philippsburg

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Lagerung von Atommüll in Philippsburg

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Lagerung von Atommüll in Philippsburg

  1. Dezember 2025, 11:32 Uhr

Ein Gericht in Baden-Württemberg hat grünes Licht für die weitere Lagerung von Behältern mit hochradioaktivem Abfall im Zwischenlager Philippsburg gegeben. Die Entscheidung fällt nach rechtlichen Auseinandersetzungen, die sich auf Bedenken zur Sicherheit – darunter die Gefahr von Terroranschlägen und Sabotage – stützten. Kritiker monieren, die Sicherheitsvorkehrungen der Anlage seien unzureichend, um schwere Bedrohungen abzuwehren.

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) wies Klagen gegen die Lagerung von vier Castor-HAW28M-Behältern am Standort ab. Diese Behälter, die 2024 angeliefert wurden, enthalten wiederaufbereiteten Brennstoff, der ursprünglich nach Frankreich gebracht und später nach Deutschland zurückgeführt wurde. Jeder der Castoren verfügt über fast 40 Zentimeter dicke Wände und ist mit massiven Stahldeckeln verstärkt, die extremen Belastungen standhalten sollen.

Mit dem Urteil darf die Lagerung des Atommülls vorerst unter den bestehenden Genehmigungen fortgesetzt werden. Weitere rechtliche Schritte sind zwar nicht ausgeschlossen, doch der Betrieb der Anlage läuft zunächst wie geplant. Die richterliche Zustimmung stützt sich maßgeblich auf die Robustheit der Behälter – während grundsätzliche Sicherheitsbedenken weiterhin ungeklärt bleiben.