Fußballberater verklagt Hoffenheim-Fans wegen beleidigender Plakate mit Zielfernrohr-Symbolik
Gerfried ThiesWittmann erstattet Strafanzeige nach Fan-Protesten - Fußballberater verklagt Hoffenheim-Fans wegen beleidigender Plakate mit Zielfernrohr-Symbolik
Fußballberater Roger Wittmann hat rechtliche Schritte gegen Fans des TSG Hoffenheim eingeleitet, nachdem in deren Stadion beleidigende Plakate mit seiner Abbildung aufgehängt wurden. Die im Stil von Steckbriefen gestalteten Darstellungen – inklusive Zielfernrohr-Symbolik – haben sowohl eine Strafanzeige als auch zivilrechtliche Klagen nach sich gezogen. Wittmanns Rechtsanwalt argumentiert, die Materialien verletzten seine Persönlichkeitsrechte und seien keinesfalls als Satire zu werten.
Der Konflikt eskalierte, als eine Gruppe Hoffenheimer Ultra-Fans ein Video mit den umstrittenen Motiven veröffentlichte. Die Plakate, die Wittmann wie einen flüchtigen Rechtsanwalt inszenierten, wurden später im Sinsheimer Stadion ausgehängt. Sein juristisches Team wirft dem Verein vor, nicht eingeschritten zu sein und die Verbreitung nicht unterbunden zu haben.
Wittmanns Rechtsanwalt Dominik Höch betonte, die Darstellungen seien weder witzig noch satirisch gemeint, sondern zielten darauf ab, Feindseligkeit zu schüren. Die Vertreter des Beraters heben hervor, dass die Plakate sein Recht am eigenen Bild sowie seine persönliche Würde verletzten. Unabhängig davon sorgte ein von derselben Ultra-Gruppe geteiltes Video für Kritik, da es angeblich zu Gewalt aufrufe. Die Aufnahmen enthielten ebenfalls Zielfernrohr-Grafiken und verschärften damit die Bedenken gegenüber dem Verhalten der Gruppe.
Der Fall liegt nun bei den Gerichten, wo Wittmann sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Konsequenzen anstrebt. Der TSG Hoffenheim hat sich bisher öffentlich weder zu den Plakaten noch zu den Vorwürfen des Beraters geäußert. Die anstehenden Verfahren werden klären, ob der Verein eine Mitschuld an dem Vorfall trägt.