Frauenorganisationen im Erzbistum Freiburg fordern mehr Schutz vor Gewalt gegen Frauen in Deutschland
Brigitta SchülerFrauenorganisationen im Erzbistum Freiburg fordern mehr Schutz vor Gewalt gegen Frauen in Deutschland
Frauenorganisationen im Erzbistum Freiburg intensivieren ihre Bemühungen im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Vor dem Internationalen Frauentag am 8. März machen sie auf den dringenden Bedarf an politischen Reformen und einem höheren öffentlichen Bewusstsein aufmerksam. Ihre Kampagne kommt zu einer Zeit, in der Femizide und andere Formen von Gewalt gegen Frauen in Deutschland weiter zunehmen.
Zu den beteiligten Gruppen zählen der Katholische Deutsche Frauenbund (kfd), der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) sowie IN VIA. Gemeinsam bieten sie durch Beratungsstellen, Frauenhäuser und soziale Hilfsprogramme lebenswichtige Unterstützung an. Dennoch warnen sie, dass Gewalt nach wie vor massiv unterschätzt wird – viele Mädchen und Frauen erleben Misshandlung innerhalb des eigenen Umfelds.
Fast täglich kommt es in Deutschland zu Femiziden, während sexualisierte und digitale Gewalt ebenfalls ansteigen. Als Reaktion fordern die Organisationen stärkere Maßnahmen auf Landesebene. Zu ihren zentralen Forderungen gehören der Ausbau von Schutzplätzen, bessere Hilfssysteme für Betroffene und konsequente Täterarbeit. Zudem bestehen sie auf verbesserte Sensibilisierungsschulungen für Polizei und Justiz, um eine einfühlsamere Bearbeitung der Fälle zu gewährleisten.
Am 7. März, dem Vorabend des Internationalen Frauentags, findet in Freiburg ein politischer Abendgottesdienst statt. Veranstaltet wird er vom Erzbistum Freiburg, örtlichen Pfarrgemeinden und der Diözesanfrauenkommission. Unterstützt wird die Initiative auch von zivilgesellschaftlichen Partnern wie dem Gleichstellungsbüro der Stadt Freiburg und katholischen Sozialverbänden wie IN VIA.
Die Organisationen drängen auf strukturellen Wandel und fordern die Gesellschaft auf, Gewalt gegen Frauen nicht länger zu verharmlosen. Ihre Forderungen zielen auf konkrete Reformen ab – von rechtlichem Schutz bis hin zu praktischer Hilfe für Betroffene. Der bevorstehende Gottesdienst in Freiburg soll sowohl Protest als auch Aufruf zum Handeln sein.