Forum EnShare will Stromteilung in deutschen Gemeinden revolutionieren
Gerd BuchholzForum EnShare will Stromteilung in deutschen Gemeinden revolutionieren
Ein neues Projekt arbeitet daran, die gemeinsame Nutzung lokal erzeugten Stroms in deutschen Gemeinden zu verbessern. Unter dem Namen Forum EnShare bringt die Initiative Expert:innen und Beteiligte zusammen, um bessere Regeln für die Energieteilung zu entwickeln. Die Unterstützer:innen betonen, dass eine breitere Beteiligung entscheidend ist, um die Energiewende in Deutschland zum Erfolg zu führen.
Bei der Energieteilung können Haushalte, Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen Strom nutzen, der in ihrer Nähe produziert wird. Dieser Ansatz setzt auf digitale Lösungen, um Energieflüsse zu verfolgen, Angebot und Nachfrage abzustimmen und einen flexiblen Verbrauch zu fördern. Studien des Projekts ESCdigital haben bereits bestätigt, dass die technische Umsetzung solcher Systeme machbar ist.
Die Plattform Forum EnShare wird vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem Bündnis Bürgerenergie (BBEn) betrieben. Ziel ist es, Input von Energiegenossenschaften, Kommunalbehörden, Netzbetreibern und Politiker:innen zu sammeln. Durch die Bündelung dieser Perspektiven soll das Projekt klarere rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen für Energieteilungsmodelle vorschlagen.
Befürworter:innen argumentieren, dass eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in Erneuerbare-Energien-Projekte den Ausstieg Deutschlands aus fossilen Brennstoffen beschleunigen wird. Digitale Lösungen seien dabei unverzichtbar, um gemeinsame Energiesysteme effizient und gerecht zu steuern.
Die Ergebnisse des Projekts könnten Hürden für bürgernah organisierte Energieprojekte abbauen. Wird der vorgeschlagene Rahmen umgesetzt, fällt es Nachbarschaften leichter, eigenen Ökostrom zu erzeugen, zu teilen und davon zu profitieren. Die Veranstalter:innen planen, ihre Empfehlungen in den kommenden Monaten an die Politik zu übermitteln.






