Forschungsprojekt FACILE revolutioniert Lithium-Ionen-Batterien mit Silizium-Anoden
Gerfried ThiesForschungsprojekt FACILE revolutioniert Lithium-Ionen-Batterien mit Silizium-Anoden
Neues Forschungsprojekt FACILE gestartet: Fortschritt für Lithium-Ionen-Batterien
Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen FACILE ist angelaufen, um Lithium-Ionen-Batterien weiterzuentwickeln. Ziel der Initiative ist es, die Energiespeicherkapazität und Nachhaltigkeit durch fortschrittliche Anoden auf Siliziumbasis zu steigern. Gefördert vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, vereint das Projekt Know-how aus verschiedenen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen.
Offiziell gestartet am 1. Juli 2025, läuft FACILE über zwei Jahre bis zum 30. Juni 2027. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Silizium-Anoden auf flexiblen Vliesstoff-Substraten. Dieser Ansatz soll die natürlichen Volumenänderungen von Silizium während des Lade- und Entladevorgangs besser beherrschbar machen.
Federführend ist das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm. Dort testet und optimiert das Team faserbasierte Silizium-Anoden in kleinen Testzellen. Das Ziel: eine praktische Kapazität von mindestens 1.000 Milliamperestunden pro Gramm erreichen – was die Energiedichte um bis zu 250 Prozent steigern könnte. Das ZSW betreibt mehrere Pilotanlagen, darunter eine fertigungsnahe Produktionslinie für große Lithium-Ionen-Zellen. Das Projekt verbindet dabei Techniken aus der Papier-, Vliesstoff-, Halbleiter- und Photovoltaik-Industrie.
Prof. Dr. Markus Hölzle, Leiter des ZSW in Ulm, betont, dass FACILE die gesamte Wertschöpfungskette von Lithium-Ionen-Batterien abdeckt. Das Wirtschafts-, Arbeits- und Tourismusministerium Baden-Württemberg stellt für das Vorhaben 1,28 Millionen Euro bereit. Während r.energy als Partner bestätigt ist, bleiben weitere Beteiligte in den verfügbaren Quellen ungenannt.
Bei Erfolg könnte FACILE die Leistung und Nachhaltigkeit von Batterien maßgeblich verbessern. Die siliziumbasierten Anoden könnten zu leichteren und effizienteren Energiespeicherlösungen führen. Erste Ergebnisse werden nach zwei Jahren Forschung und Entwicklung bis Mitte 2027 erwartet.