Finanzkrise bedroht Zukunft des Kinder- und Jugendverbands VKJH
Hans-Josef BeckmannFinanzkrise bedroht Zukunft des Kinder- und Jugendverbands VKJH
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor der Schließung – Grund sind anhaltende Finanzierungsengpässe. Ohne gesicherte Mittel droht der Zusammenbruch der Organisation, was ihre 17 Einrichtungen und 27 Projekte in der Stadt gefährden würde.
Der VKJH beschäftigt derzeit 90 Festangestellte und 150 freiberufliche Mitarbeiter:innen. Doch die Zentrale erhielt noch nie ausreichend Mittel, um die grundlegenden Verwaltungskosten zu decken. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wären jährlich zusätzliche 120.000 Euro nötig – für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle.
Die Bildungsbehörde der Stadt hat nun beschlossen, die Stelle der Ombudsstelle neu auszuschreiben. Damit würde die Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsperson für Kitas zusammengelegt und die Trägerschaft neu vergeben. Das Büro OHA! Anwaltschaft für Kinder- und Jugendrechte, das vom VKJH betrieben wird, hat seit seiner Gründung 2021 jährlich rund 300 Beratungen durchgeführt.
Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und scharf gegen das erneute Vergabeverfahren protestiert. Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, erwägt der VKJH, seine Aktivitäten auf die Bezirksämter zu übertragen, um eine vollständige Schließung zu vermeiden.
Die Zukunft des VKJH bleibt ungewiss, solange keine weiteren Mittel fließen. Die geplante Neuausschreibung der Ombudsstelle und die drohende Auflösung des OHA-Büros verschärfen den Druck. Ohne Gegensteuer könnte nicht nur die Arbeit der Organisation, sondern auch die Existenz ihrer Mitarbeiter:innen auf dem Spiel stehen.






