06 January 2026, 15:18

FDP-Duo verwandelt Epiphanie-Feier in Stuttgart in peinliche Comedy-Show

Ein Mann mit Brille spricht in ein Mikrofonset.

Liberaler Muppet-Show: FDP-Spitzenpolitiker liefern Comedy-Act - FDP-Duo verwandelt Epiphanie-Feier in Stuttgart in peinliche Comedy-Show

Epiphaniestradition in Stuttgart eskaliert: Zwei FDP-Politiker verwandeln Feier in Comedy-Show

Ein traditionelles Epiphanie-Ereignis in Stuttgart nahm eine ungewöhnliche Wendung, als zwei prominente FDP-Politiker die Veranstaltung in eine Comedy-Nummer verwandelten. Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann störten die feierliche Opernveranstaltung mit Witzen und Zwischrufen – und ernteten dafür scharfe Kritik von Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Ihr Auftritt, angelehnt an die Muppet Show, überschattete die offizielle Zeremonie am 6. Januar 2024.

Das Duo tauchte in einer Logenbox über der Bühne der Stuttgarter Staatsoper auf und imitierte die grantigen Balkonkritiker Statler und Waldorf aus der Kultserie. Kubicki und Strack-Zimmermann nahmen abwechselnd Politiker aufs Korn, darunter den Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken. Kubicki warf van Aken vor, politik news zu verharmlosen, und unterstellte ihm, solche Straftaten für akzeptabel zu halten, wenn sie einem "höheren Zweck" dienten.

Besonders Aufsehen erregte Kubicki mit einer provokanten Bemerkung zu russischen Drohungen. Im Scherz meinte er, falls der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew einen Deutschen entführen wolle, solle er "Jan van Aken nehmen und nicht Friedrich Merz". Die Äußerung fiel im Zusammenhang mit einer Warnung vor linksextremen Gruppen, die eine Großstadt lahmlegen könnten. Strack-Zimmermann spielte mit und verglich Kubicki mit Kermit, während sie betonte, sie sei "kein Miss Piggy". Ihre Auftritte veranlassten Faeser zu einer öffentlichen Verurteilung: Das Verhalten sei dem Anlass nicht angemessen gewesen.

Der Vorfall hat eine Debatte über politischen Anstand bei kulturellen Veranstaltungen ausgelöst. Faesers Kritik unterstreicht die Spannungen zwischen der FDP und der Ampelkoalition. Gleichzeitig bleiben Kubickis Äußerungen zu Sicherheitsrisiken und Linksextremismus über den Comedy-Auftritt hinaus ein Gesprächsthema.