Epiphanias im Kölner Dom: Warum die Heiligen Drei Könige Köln so besonders machen
Gerd BuchholzDie drei Weisen Caspar, Melchior und Balthasar: Wer sind sie? - Epiphanias im Kölner Dom: Warum die Heiligen Drei Könige Köln so besonders machen
Jedes Jahr am 6. Januar feiern Christen Epiphanias, ein Fest, das den Besuch der Heiligen Drei Könige beim Jesuskind markiert. In Köln hat dieser Tag eine besondere Bedeutung, denn im Kölner Dom werden die Gebeine der Weisen aufbewahrt, die als Reliquien verehrt werden. Besonders während der jährlichen Feierlichkeiten ziehen sie Pilger und Besucher an.
Die Geschichte der Heiligen Drei Könige – traditionell Caspar, Melchior und Balthasar genannt – findet sich nicht in der Bibel. Ihre Namen wurden erst im 6. Jahrhundert allgemein bekannt, lange nach den Ereignissen, die sie symbolisieren. Dennoch hat sich ihre Legende bis heute erhalten, und ihre angeblichen Überreste ruhen seit dem 12. Jahrhundert im Kölner Dom.
Der goldene Dreikönigsschrein im Dom ist an Epiphanias, einem gesetzlichen Feiertag in Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, ein zentraler Ort der Andacht. Mit Prozessionen, Gottesdiensten und kulturellen Veranstaltungen wird in diesen Regionen des Festes gedacht. Die Darstellung eines der Weisen – oft Balthasar – mit dunkler Hautfarbe hat im Laufe der Zeit Diskussionen über Rassismus und Repräsentation in der religiösen Kunst ausgelöst. Manche sehen darin eine mittelalterliche Interpretation globaler Vielfalt, andere eine spätere Ergänzung mit komplexen historischen Wurzeln.
Epiphanias bleibt ein wichtiger Termin im christlichen Kalender, der religiöse Tradition mit kultureller Feier verbindet. Die Reliquien im Kölner Dom ziehen weiterhin Gläubige an und unterstreichen die Rolle der Stadt bei der Bewahrung dieser jahrhundertealten Erzählung. Für viele ist das Fest zugleich eine spirituelle Besinnung und eine öffentliche Erinnerung an die Reise der Heiligen Drei Könige.