29 December 2025, 21:38

Emmendingens erstes Frauenhaus bietet Schutz vor häuslicher Gewalt für elf Frauen und Kinder

Unterkünfte mit Säulen und Zimmern, umgeben von einer Rasenfläche.

Emmendingens erstes Frauenhaus bietet Schutz vor häuslicher Gewalt für elf Frauen und Kinder

Emmendingen bekommt bald erstes Frauenhaus für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen

In Emmendingen entsteht in Kürze das erste Frauenhaus für Frauen und Kinder, die vor häuslicher Gewalt fliehen. Das von Landrätin Dr. Maria Luise Schmid initiierte Projekt erhält starke finanzielle Unterstützung durch die Landesregierung. Behördenvertreter betonen, dass die Einrichtung eine dringende Lücke in der Versorgungslandschaft ländlicher Regionen schließt.

Die Idee für das Frauenhaus stammt von Dr. Schmid, die auf den Bedarf an Schutzräumen im Landkreis hingewiesen hatte. Die Landesregierung übernimmt 75 Prozent der Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro, der Rest wird durch lokale Mittel gedeckt. Staatssekretärin Dr. Ute Leidig lobte das Vorhaben als "entscheidenden Schritt zum Schutz von Überlebenden häuslicher Gewalt".

Die Einrichtung bietet Platz für elf Frauen und ihre Kinder – insgesamt 22 Personen. Neben einer Notunterkunft werden psychologische und soziale Betreuungsangebote bereitgestellt, um den Betroffenen den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu ebnen. Der Caritasverband für den Landkreis Emmendingen übernimmt den Betrieb und garantiert eine professionelle Betreuung.

Landrat Hanno Hurth begrüßte das finanzielle Engagement des Landes. Er unterstrich, wie wichtig der Ausbau solcher Angebote in ländlichen Gebieten sei, um den Bedürfnissen der vielfältigen Bevölkerung Baden-Württembergs gerecht zu werden. Das Projekt steht im Einklang mit landespolitischen Maßnahmen wie dem Gewaltschutzgesetz und dem Aktionsplan zur Istanbul-Konvention.

Das Frauenhaus ist das vierte große Vorhaben im Rahmen des 8,5-Millionen-Euro-Förderprogramms des Landes für das Jahr 2025. Die Verantwortlichen betonen, dass das neue Zentrum eine Schlüsselrolle im Kampf gegen häusliche Gewalt in der Region einnehmen wird.

Die Eröffnung ist für elf Frauen und ihre Kinder vorgesehen. Die Einrichtung kombiniert akuten Schutz mit langfristiger Unterstützung für Betroffene. Der Bau markiert eine bedeutende Erweiterung der Hilfsangebote für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen in den ländlichen Landkreisen Baden-Württembergs.