25 June 2026, 20:15

Emmendingen plant drastische Buskürzungen – Gemeinden müssen reagieren

Landkreis Emmendingen testet Einschnitte im öffentlichen Verkehr: Abendbusse auf der Kippe?

Emmendingen plant drastische Buskürzungen – Gemeinden müssen reagieren

Die Kreisverwaltung Emmendingen hat Kürzungen im Busverkehr vorgeschlagen, um die Haushaltsbelastung zu verringern. Die Pläne umfassen eine Optimierung des Schülerverkehrs und der regulären Linien, wobei ab 2027 mit Einsparungen gerechnet wird. Von den Änderungen betroffen sein werden mehrere Gemeinden im Landkreis.

Der Kreistag wird am 20. Juli 2026 über die Vorschläge abstimmen. Zuvor prüft der Umwelt- und Technikausschuss die Pläne am 29. Juni 2026.

Zu den Maßnahmen gehört die Einstellung der Abendverbindungen auf Entwicklungsstrecken, wodurch jährlich etwa 100.000 Euro eingespart werden sollen. Die betroffenen Kommunen müssen nun entscheiden, ob sie diese Leistungen selbst finanzieren oder den Betrieb ab 20 Uhr einstellen. Die reduzierten Abendverbindungen sollen mit der Fahrplanumstellung im Dezember in Kraft treten.

Weitere Einsparungen in Höhe von rund 200.000 Euro sind für 2027 durch optimierte Schüler- und Linienbusverbindungen geplant. Eine Verkehrsuntersuchung im Jahr 2027 wird über zusätzliche Kürzungen ab 2028 entscheiden. Dennoch wird der Landkreis 2026 weiterhin etwa 9 Millionen Euro für den ÖPNV und den Schülerverkehr aufwenden.

Besonders stark von den Änderungen betroffen sein werden die Städte Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim.

Die endgültige Entscheidung liegt beim Kreistag im Juli 2026. Bei einer Zustimmung würden die Kürzungen noch im selben Jahr greifen, mit weiteren Anpassungen ab 2028 möglich. Ziel der Maßnahmen ist es, den angespannten Haushalt des Landkreises zu entlasten, ohne dabei die grundlegenden Verkehrsleistungen zu gefährden.

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